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AKTIEN FRANKFURT: Schwächer – Wall-Street-Aussichten trüben Stimmung

FRANKFURT (awp international) – Schwächere Aussichten für die Wall Street haben am deutschen Aktienmarkt am letzten Handelstag des Jahrzehnts die Stimmung getrübt. Börsianer machten weiter nachgebende US-Futures für die abbröckelnden Kurse verantwortlich. Bei erwartungsgemäss sehr ruhigem Handel rutschte der Dax unter die Marke von 6.000 Punkten zurück und verlor bis zum Mittag 0,71 Prozent auf 5.968,75 Zähler. Der MDax sank um 0,35 Prozent auf 7.487,17 Punkte und der TecDax büsste 0,12 Prozent ein auf 817,26 Zähler. In Deutschland endet der Xetra-Handel um 14.00 Uhr.
Grösste Verlierer waren Aktien von Adidas mit minus 1,59 Prozent auf 37,78 Euro. Daimler-Papiere verbilligten sich um 1,67 Prozent auf 37,020 Euro. Der Automobilhersteller werde eine Modelloffensive starten und sie 2011 beschleunigen, sagte Unternehmenschef Dieter Zetsche dem «Handelsblatt». Ferner kündigte er ein neues Markenmotto an. Zudem habe Daimler, getrieben von der E-Klasse, ein sehr gutes Momentum im Absatz aufgebaut. Ein Händler wollte den Aussagen jedoch keine allzu grosse Bedeutung für den Kurs der Daimler-Titel zubilligen. Die meisten Kommentare von Zetsche seien bereits bekannt.
Papiere der Munich Re wurden um 0,65 Prozent niedriger bei 109,01 Euro gehandelt. Der Rückversicherer erwägt wegen der steigenden Zahl von Naturkatastrophen eine Erhöhung der Beiträge. Das bestätigte das Unternehmen dem «Tagesspiegel». «Wenn sich die Gefährdungslage dauerhaft verändert, müssen wir unsere Preise anpassen», zitiert die Zeitung eine Sprecherin. «Was sollte ein Versicherer auch anderes machen?», lautete der Kommentar von Heino Ruland, Marktexperte von Ruland Research.
Aktien von Drägerwerk büssten im TecDax 0,54 Prozent ein auf 29,66 Euro. Wie der Medizin- und Sicherheitstechnik-Hersteller bereits am Vorabend nach Xetra-Schluss mitgeteilt hatte, erwirbt er vom Siemens-Konzern dessen 25-prozentigen Minderheitsanteil an der Dräger Medical AG & Co. KG. «Drägerwerk hat mehrfach angekündigt, den Minderheitsanteil der Sparte zurückkaufen zu wollen», sagte ein Börsianer. Der Preis liege ebenfalls im Rahmen der Erwartungen. Dennoch dürfte die Nachricht an sich leicht positiv für Drägerwerk sein, während sie für Siemens zu klein sei, um als kursrelevant betrachtet zu werden. Siemens-Papiere gaben ebenfalls etwas nach.
Die Papiere der Zementhersteller Dyckerhoff und HeidelbergCement tendierten nach einem Interview besonders schwach. Es werde mindestens drei bis fünf Jahre dauern, bis die Märkte für Baustoffe in den vom Nachfrageeinbruch in den vergangenen Jahren am stärksten betroffenen reifen Volkswirtschaften wieder ihren Höhepunkt erreichen, sagte der Vorstandschef des Zementherstellers Holcim , Markus Akermann, der «Financial Times Deutschland». Er rechnet mit einem «schmerzhaften Anpassungsprozess». Dyckerhoff sanken im SDax um 2,18 Prozent auf 41,34 Euro – bei allerdings lediglich 919 gehandelten Papieren./ag/la
— Von Alexander Gibson, dpa-AFX —

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