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AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Leichter nach negativen US-Vorgaben

Dieser Inhalt wurde am 07. Dezember 2009 - 10:20 publiziert

Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag mit einer schwächeren Tendenz aufgenommen und die Verluste in der ersten halben Handelsstunde bereits etwas ausgeweitet. Am Markt wird dabei insbesondere auf die Vorgaben aus Amerika verwiesen, wo am Freitag die Gewinne aus dem frühen Geschäft bis zum Handelsschluss zusammengeschmolzen waren. Beobachter nannten als Auslöser hierfür Befürchtungen, dass die US-Notenbank angesichts der besser als erwarteten Entwicklung an den Arbeitsmärkten die Zinswende früher als erwartet einleiten könnte. In Japan ging der Nikkei am Montag dagegen auf einem Sechs-Wochen-Hoch aus dem Handel.
Marktbeobachter rechnen angesichts der Nachrichtenflaute mit einem ruhigen Handelstag, zudem stünden erst im weiteren Wochenverlauf relevante Konjunkturdaten an.
Bis um 09.30 Uhr verliert der SMI 0,57% auf 6'463,99 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,70% auf 987,61 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,51% auf 5'555,40 Punkte.
Am Tabellenende notieren im SMI/SLI Julius Bär (-2,1%). Die Grossbank hat mit dem Credit Suisse Asset Management Funds einen neuen Aktionär gefunden, der Funds hält 3,25%. Von den Finanzwerte werden auch CS (-1,1%), Swiss Life (-1,3%), Swiss Re (-0,9%) oder ZFS (-0,9%) überdurchschnittlich zurückgenommen. UBS sinken um 0,2%. Die Grossbank hat den Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zur Wahl in den Verwaltungsrat nominiert. Mit der Wahl von Mayrhuber wären elf von maximal zwölf Sitzen im Verwaltungsrat besetzt, hiess es.
Baloise (+1,0%) sind dagegen grösste Gewinnern bei den Blue Chips. JPMorgan hat das Rating für den Titel auf "Overweight" von bisher "Neutral" erhöht. Die Papiere hätten sich angesichts der fehlenden Kurskatalysatoren schlechter als der Markt entwickelt und seien daher unterbewertet, heisst es in einer Studie.
Zu den schwächsten Werten zählen neben Julius Bär auch Adecco (-1,6%). Die Titel leiden nach dem Freitagsplus von gegen 8% unter Gewinnmitnahmen. Händler machten vor allem die über den Erwartungen ausgefallen US-Arbeitsmarktdaten für den markanten Kursanstieg vor dem Wochenende verantwortlich.
SGS (-0,8%) sinken etwas stärker als der Gesamtmarkt. Der Warenprüfkonzern geht davon aus, die Prognosen für 2009 zu erreichen, wie CEO Chris Kirk in einem Interview sagte. Allerdings werde es sehr anspruchsvoll, das Gewinnziel 2011 zu erreichen.
Von den Pharmaschwergewichten verbilligen sich Roche (-0,5%) und Novartis (-0,4%) in etwa mit dem Gesamtmarkt. Die Citigroup hat das Kursziel für Novartis erhöht und das Rating mit "Buy" bestätigt. Als Grund nennt der zuständige Analyst die höhere Bewertung der Produkte-Pipeline. Zudem erwartet er einen positiven Nachrichtenfluss vom bevorstehenden Investorentag.
Um Nestlé (-0,2%) kursierten vor dem Wochenende Gerüchte, wonach der Konzern nun doch mit der amerikanischen Hershey Gespräche bezüglich Cadbury führe. Bekanntlich will die amerikanische Kraft die englische Cadbury übernehmen, was letztere allerdings ablehnt.
Neben Baloise halten sich nur noch Logitech (+0,4%) und Lonza (+0,1%) im Plus.
Am breiten Markt zählen Micronas (+6,5%) zu den grössten Kursgewinnern. Goldman Sachs hat die Einstufung für den Titel auf "Buy" von bisher "Neutral" angehoben. Nach dem Ausverkauf der Aktien seien die Titel nun attraktiv bewertet, lautet die Begründung.
Auch Calida (+2,3%) erhalten von Analystenseite Flügel. Ein kürzlich durchgeführtes Interview habe ihn dazu veranlasst, seine doch sehr pessimistischen Schätzungen zu erhöhen, schreibt der ZKB-Analyst Marco Strittmatter in einem Kommentar. Folglich erhöhe er das Rating auf "Marktgewichten" von "Untergewichten".
Unter Druck stehen dagegen Bellevue (-1,4%) nach einer Gewinnwarnung vom Freitagabend.
ch/uh

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