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Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag unterm Strich mit einem leichten Plus geschlossen. Am Markt herrsche einerseits vor dem am Abend anstehenden Sitzungsprotokoll der US-Notenbank Fed sowie vor der Zinsentscheidung der EZB am Donnerstag gespannte Zurückhaltung, sagten Händler. Zudem schwele die Eurokrise mit einer neuerlichen Abstufung Portugals weiter im Hintergrund und auch Chinas Erhöhung der Leitzinsen bremste.
Der ISM-Index für den Dienstleistungssektor trübte sich derweil zwar überraschend ein, sorgte aber nicht für Verluste an den US-Börsen. Trotz dieses Rückgangs ist die Wirtschaftslage in den USA Experten zufolge robust und die jüngste Belebung auf dem Arbeitsmarkt spreche für eine steigende Nachfrage.
Der SMI schloss mit einem leichten Plus von 0,24% auf 6'430,30 Zähler. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewann 0,05% auf 1'027,98 Punkte. Der breite Swiss Performance Index (SPI) schaffte ebenfalls noch den Sprung ins Plus mit 0,16% auf 5'871,62 Zähler.
Als Stütze für den Leitindex erwiesen sich die Gewinne des Schwergewichts Novartis mit plus 1,7%. Im Handel wird die Nachfrage vor allem auf spekulative Engagements vor der ausserordentlichen Generalversammlung vom Freitag zur Fusion mit Alcon sowie auf eine Kaufempfehlung einer Grossbank zurückgeführt. Roche (-0,1%) gaben indes leicht nach.
Unter den schwächeren Werten lagen die Grossbanken UBS (-1,1%) und CS (-0,3%). Neben der Zurückhaltung vor dem EZB-Zinsentscheid bremste hier Händlern zufolge auch ein Bericht, wonach die spanische Zentralbank die Pläne für Kapitalerhöhungen von 13 Banken prüfe.
Aktien von ABB fielen um 0,4%. Zeitweise wurden die Titel noch deutlicher in Sippenhaft mit Aussagen des Konkurrenten Siemens zum zweiten Quartal und der weiteren Entwicklung genommen. Siemens rechnet mit einer "Beruhigung des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte". Am Markt wurden die Aussagen als "vorsichtig" gewertet, die erste Kursreaktion sei aber übertrieben gewesen.
Auch andere konjunktursensitive Titel wie Adecco (-1,5%) oder SGS (-0,7%) gehörten zu den Verlierern. Titel des Schwergewichts Nestlé pendelten um ihren Vortageswert, schlossen aber noch mit plus 0,4%. Der Nahrungsmittelkonzern legt in der kommenden Woche Umsatzzahlen für das erste Quartal vor.
An der Spitze des SMI/SLI hielten sich hingegen Sonova mit plus 2,6%. Die Titel erholen sich damit weiter von ihren massiven Kursverlusten nach einer Gewinnwarnung und des Verdachts auf Insiderhandel. Auch Nobel Biocare legten um 1,8% zu. Händler sehen das Unternehmen immer wieder als Übernahmekandidat.
Swisscom wurden von einer Studie belastet und verloren 1,1%. Die Analysten der Credit Suisse senkten nach einem "enttäuschenden vierten Quartal" das Rating auf "Neutral" von "Outperform". Zudem dürfte Cablecom ein grösserer Konkurrent werden. Kühne+Nagel (-0,9%) gaben nach einer Ersteinstufung von Merrill Lynch mit "Neutral" nach. Panalpina stiegen hingegen trotz der Erstbewertung mit "Underperform" um 1,6%.
Im breiten Markt sackten Newron nach Zahlen um 5,1% ab. Marktbeobachter führen die Abgaben vor allem auf fehlende, unmittelbare Kurstreiber zurück sowie auf Befürchtungen über einen Kapitalbedarf und entsprechenden Verwässerungseffekt.
Für Evolva ging es ebenfalls um deutliche 6,2% nach unten. Das Biotech-Unternehmen plant die Übernahme seines US-Partners Abunda Nutrition. Vontobel-Analyst Andrew Weiss gibt sich gegenüber der Übernahme skeptisch. Die Ausgabe von bis zu 37 Mio neuer Aktien werde eine Verwässerung von bis zu 25% zur Folge haben.
Meyer Burger gaben um 4,2% nach. Die Titel hatten zuletzt unter der verstärkten Nachfrage nach Werten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien gefragt, nun kam es Händlern zufolge zu Gewinnmitnahmen.
dm/ra

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