Berlusconi will Defizit bis 2016 auf Null drücken
Rom - Italien setzt sich im Kampf gegen das Defizit ehrgeizige Ziele. Bis 2013 werde die Regierung das Defizit unter die Schwelle von drei Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) drücken, erklärte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach Medienangaben.
Danach werde sich das Land bemühen, das Defizit bis 2016 auf Null zu bringen. "Das ist ein optimistisches Ziel, aber wir arbeiten daran, um es zu erreichen. Viele Länder, auch ausserhalb Europas, haben über ihre Verhältnisse gelebt, es gibt keine Alternative zu einer Reduzierung der Ausgaben", erklärte der Premierminister.
Trotz eines Generalstreiks am Freitag gegen sein strenges Sparpaket betonte Berlusconi, dass Opfer zur Eindämmung der Staatsschuld unvermeidbar seien.
"Wir haben genau die Ausgaben der öffentlichen Verwaltung überprüft. Wir haben die Bilanzen der Regionen, Provinzen und Gemeinden analysiert, und wir sind im wahrsten Sinn des Wortes erschrocken", sagte Berlusconi: "Es ist schmerzhaft, aber man kann nicht wie bisher das Geld der Bürger verschwenden".
Berlusconi reagierte mit seinen Worten auf einen Appell der Präsidenten von fünf italienischen Regionen, die um ein Treffen mit Wirtschaftsminister Giulio Tremonti gebeten hatten.
Die der Regierungskoalition angehörenden Gouverneure von Kampanien, Lazio, Abruzzen, Molise und Kalabrien riefen Tremonti auf, die Lage der schwerverschuldeten Regionen zu berücksichtigen, die mit weiteren Ausgabenkürzungen nicht überleben könnten. Die fünf Regionen meinten, man müsse über das Sparpaket noch verhandeln.