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Elektronische Unterschrift mit SuisseID lanciert

Dieser Inhalt wurde am 03. Mai 2010 - 12:54 publiziert
(Keystone-SDA)

Bern - Ab sofort können Privatpersonen und Unternehmen die SuisseID erwerben. Diese ermöglicht den Identitätsnachweis im elektronischen Geschäfts- und Behördenverkehr, ähnlich der Karten für das Online-Banking.
Die in Form eines USB-Sticks oder einer Chipkarte erhältliche SuisseID kann bei der Post/SwissSign oder bei QuoVadis Trustlink beantragt werden. Sie kostet 99 Franken für drei Jahre, wobei der Bund bis Ende Jahr 65 Franken beisteuert. Grosskunden können die Karte ab dem zweiten Halbjahr über die Swisscom beziehen.
"Heute ist für die Sicherheit im elektronischen Geschäftsverkehr ein wegweisender Tag", sagte Jean-Daniel Gerber, der Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), vor den Medien in Bern.
Geschäftsabschlüsse und Einkäufe im Internet sollen nicht nur sicherer, sondern auch einfacher werden. Die vielen Benutzernamen und Passwörter gehörten der Vergangenheit an, sagte Gerber. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich viele Unternehmen und Behörden beteiligen.
Derzeit sind die Nutzungsmöglichkeiten noch beschränkt: Laut dem SECO kann die SuisseID in der ersten Phase für rund 50 Online-Services verwendet werden. Mehr als 150 Unternehmen hätten sich aber bereits für eine Teilnahme beworben, sagte Gerber.
Weniger begeistert zeigt sich die Stiftung für Konsumentenschutz (SKS): Sie empfiehlt, noch keine SuisseID zu kaufen. Die Karte habe einen stattlichen Preis, bringe aber im Alltag noch praktisch keinen Nutzen, sagte SKS-Geschäftsleiterin Sara Stalder auf Anfrage.
Der Schweizerische Gemeindeverband befürwortet die SuisseID zwar, ärgert sich aber darüber, dass die Kommunen nicht in das Projekt einbezogen, sondern vor ein "fait accompli" gestellt worden sind.
Der volkswirtschaftliche Nutzen von SuisseID wäre laut dem SECO-Direktor gross. Wenn 10'000 Unternehmen und Institutionen mitmachten, seien Einsparungen von mehreren 100 Millionen Franken möglich. Würden sämtliche Unternehmen und Bürger mitmachen, wären es mehrere Milliarden Franken.

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