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Peshawar - Selbstmordattentäter haben im Nordwesten Pakistans mindestens 65 Menschen in den Tod gerissen. Bei dem Anschlag auf einen belebten Markt in den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan wurden am Freitag zudem mindestens 104 Menschen verletzt.
Der Anschlag ereignete sich in der Stadt Yakaghund im Bezirk Mohmand, einem der sieben Distrikte der pakistanischen Stammesgebiete, die den radikal-islamischen Taliban und Mitgliedern des Terrornetzwerkes Al-Kaida als Rückzugsregion dienen.
"Wir gehen davon aus, dass es zwei Explosionen gab", sagte ein Vertreter der örtlichen Behörden, Rasool Khan. Der Regierungsbeamte, der nach eigenen Angaben Ziel des Terroranschlags war, kam mit dem Schrecken davon.
Eine Explosion sei durch einen Selbstmordattentäter auf einem Motorrad ausgelöst worden. Ausserdem sei das Wrack eines Autos entdeckt worden, das vermutlich mit einer Fernsteuerung zur Explosion gebracht worden sei, sagte Khan. Zu dem Anschlag bekannte sich bislang niemand.
Weitere Opfer befürchtet
Augenzeugen berichteten, dass eine gewaltige Explosion ein Verwaltungsgebäude und mehrere Geschäfte erschütterte. Zum Zeitpunkt der Explosion hielten sich vor dem Gebäude viele Vertriebene auf, die Hilfsgüter in Empfang nehmen wollten. Wegen der Kämpfe zwischen Extremisten und Regierungstruppen im Nordwesten Pakistans haben Tausende Menschen ihre Heimat verlassen.
"Nach der Detonation waren überall Rauch, Feuer, Blut und abgetrennte Körperteile", berichtete ein Polizist. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder.
Unter den Trümmern der eingestürzten Gebäude suchten Rettungskräfte nach weiteren Opfern des Anschlags. Die Opferzahl könne noch weiter steigen, weil die 104 Verwundeten teilweise schwere Verletzungen erlitten hätten, sagte Khan.
Gefängnismauer eingestürzt
Bei dem Anschlag wurde auch das örtliche Gefängnis beschädigt. 28 Häftlinge konnten nach dem Einsturz einer der Gefängnismauern entkommen. Bei den Flüchtigen handle es sich jedoch ausschliesslich um Kleinkriminelle, erklärte Khan. Aus Geheimdienstkreisen in der Region verlautete dagegen, auch Taliban-Kämpfer hätten entkommen können.

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SDA-ATS