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SNB will in der Schweiz keine Deflation wegen Euro-Krise zulassen

Dieser Inhalt wurde am 09. Mai 2010 - 09:15 publiziert
(Keystone-SDA)

Zürich - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) will es nicht zulassen, dass durch die Euro-Krise und einer damit verbundenen Aufwertung des Frankens in der Schweiz eine Deflation entsteht. Dazu stützt die SNB die Schweizer Landeswährung mit Devisenzukäufen.
"Wir gehen davon aus, dass wir längerfristig höhere Währungsreserven halten werden als vor der Krise", sagte SNB-Präsident Philipp Hildebrand in einem Interview in der "NZZ am Sonntag". Angesichts der Bedeutung des Finanzplatzes Schweiz seien die Währungsreserven der SNB bisher eher unterdotiert gewesen.
Wie viele Reserven aufgebaut würden, werde aber durch die Bedürfnisse der Geldpolitik bestimmt. In den vergangenen Monaten hat die SNB bereits mit voluminösen Euro-Zukäufen den Kurs des Schweizer Frankens gestützt.
Die Schuldenkrise im Euro-Raum und auch die massive Verschuldung anderer Staaten bezeichnete Hildebrand als eine "auch historisch gesehen sehr ernste Ausgangslage". Welche Auswirkungen die Staatsverschuldung auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung habe, sei ungewiss und ein konjunktureller Ausblick daher mit sehr grossen Unsicherheiten verbunden.
Für die weitere Entwicklung der Schweizer Wirtschaft stehen laut Hildebrand zwei Fragen im Raum: Einerseits welcher Anteil der Wachstumsdynamik der vergangenen Monate künstlich durch staatliche Stimulierungsprogramme erzeugt wurde. Und anderseits wie stark sich die schweren Probleme in der Europäischen Währungsunion schliesslich auswirken werden.

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