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Die Nidwaldner Regierungsratswahlen enden, bevor sie begonnen haben

Keystone-SDA

In Nidwalden wird der Regierungsrat still gewählt Im Kanton Nidwalden ist der gesamte Regierungsrat still gewählt worden. Grund dafür ist, dass für die sieben Sitze nur sieben Kandidaturen eingegangen sind. Ein Wahlkampf und die Wahl vom 8. März entfallen.

(Keystone-SDA) Damit steht sieben Wochen vor dem Wahltermin fest, wer den Kanton 2026 bis 2030 regiert. Parteipolitisch ändert sich nichts, es sind auch weiterhin drei Frauen und vier Männer am Ruder.

Einziges neues Gesicht im Nidwaldner Regierungsrat ist Armin Odermatt. Der 1970 geborene Bauleiter aus Büren gehört der SVP an. Er löst seinen Parteikollegen Res Schmid ab. Schmid, der 16 Jahre lang Bildungsdirektor war, trat nicht mehr an.

Bei den sechs Bisherigen handelt es sich um Volkswirtschaftsdirektor Othmar Filliger, Justiz- und Sicherheitsdirektorin Karin Kayser-Frutschi und Baudirektorin Therese Rotzer-Mathyer (alle Mitte), um Finanzdirektorin Michèle Blöchliger (SVP), Landwirtschafts- und Umweltdirektor Joe Christen (FDP) sowie Gesundheits- und Sozialdirektor Peter Truttmann (GLP).

Legislatur beginnt in einem halben Jahr

Die stille Wahl muss vom Regierungsrat noch formell bestätigt werden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Die neue Regierung beginnt ihre vierjährige Legislatur am 1. Juli. Sie wird aber bereits zuvor die Direktionen zuteilen.

Auch wenn die Regierungsratswahl entfällt, wird am 8. März in Nidwalden trotzdem gewählt, denn es steht auch die Gesamterneuerungswahl des Landrats, des Parlaments, an. Für die 60 Sitze sind 220 Kandidaturen eingegangen.

Bei der letzten Gesamterneuerungswahl vor vier Jahren hatten sich die Parteien angriffiger gezeigt. Damals waren zwei der sieben Mandate neu zu vergeben, und es kandidierten elf Personen.

Im zweiten Anlauf geklappt

Auch der nun neu gewählte Armin Odermatt kandidierte bereits 2022. Er erreichte damals das absolute Mehr, schied aber als überzählig aus. Er freue sich, dass er nun das Mandat erhalte, das ihm die Stimmberechtigten schon vor vier Jahren zugesprochen hätten, erklärte der neue Regierungsrat in einer Mitteilung der SVP.

Grosse Abwesende bei den diesjährigen Wahlen, wie auch schon 2022, waren die Grünen. Die stärkste linke Kraft im Kanton war 2010 aus der Regierung ausgeschieden.

Dass die Grünen keinen Sitz in der Regierung beansprucht und mit einer Kandidatur echte Wahlen ermöglicht haben, begründete Landrat Alexander Huser gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit dem knappen Personal. Die Partei habe nur sieben Landratsmitglieder und ein Gemeinderatsmitglied, sagte er. Die Partei blicke nun aber in die Zukunft.

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