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LUXEMBURG/HAMBURG (awp international) - Die Gründung einer konzernübergreifenden Einkaufsgesellschaft für Rohstoffe in Deutschland kommt offenbar voran. "Wir wären durchaus daran interessiert", sagte ArcelorMittal-Vorstand Michel Wurth der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch). Er habe darüber erste Gespräche mit Ex-ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz geführt, deren Ergebnisse in ein Positionspapier münden sollen. Ziel einer solchen Gesellschaft müsse es sein, die Liefersicherheit bei wichtigen Rohstoffen für die Stahlindustrie zu erhöhen und die Volatilität zu senken. Offen sei, ob die finanzielle Substanz einer solchen Rohstoff AG ausreiche, um die Beschaffung von Eisenerz einzubeziehen.
Eine gemeinsame Einkaufsgesellschaft wäre eine Reaktion der Stahlhersteller auf die stark steigenden Kosten für ihre wichtigsten Einsatzstoffe Eisenerz, Kokskohle und Schrott. Für eine "Deutsche Rohstoff AG" hatte sich Schulz als erster Chef eines Grossunternehmens im vergangenen Herbst starkgemacht. Eine solche firmenübergreifende Gesellschaft könnte sich ihm zufolge an Minenprojekten oder der Ersteigerung von Schürfrechten beteiligen und auch für andere Branchen offen sein. Auf politischer Ebene ist laut Wurth der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) in die Überlegungen einbezogen.
Eine Einkaufsgemeinschaft ist allerdings nicht unumstritten. Kritik kommt etwa von Saarstahl-Chef Klaus Harste. Der Einkauf sei eine "hoheitliche Aufgabe" für jedes Unternehmen, sagte er kürzlich dem "Spiegel". Ein zentraler Einkauf entwerte die individuelle kaufmännische Leistung. Harste sieht die Politik vielmehr in der Pflicht, für offene Rohstoffmärkte zu sorgen.
ArcelorMittal baut seine eigene Rohstoffförderung bereits seit längerem kräftig aus. So will der grösste Stahlkonzern der Welt in diesem Jahr 1,4 Milliarden Dollar in den Bergbau investieren, um sich so vor den steigenden Preisen zu schützen. Zuletzt sicherte sich der Konzern mit einem Partner aus den USA den Zugriff auf den kanadischen Erzproduzenten Baffinland./enl/nmu/wiz

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