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Aktionäre in Basel und London sagen Ja zu Syngenta

Heinz Imhof, der designierte CEO von Syngenta, dem neuen Agrokonzern mit Sitz in Basel. Keystone

Die Novartis- und AstraZeneca-Aktionäre haben am Mittwoch (11.10.) an General-Versammlungen in Basel und London dem neuen Agrokonzern Syngenta zugestimmt. Die EU hat unter Auflagen die Fusion gutgeheissen. Noch ausstehend ist der Entscheid der USA.

Damit können die bisherigen Novartis-Bereiche «Crop Protection» und «Seeds» mit Zeneca Agrochemicals zusammengelegt werden. Basis ist der entsprechende Vertrag der Mutterkonzerne vom 2. Dezember 1999.

Mit der Fusion entsteht die neue Welt-Nummer eins der Agrochemie. Novartis-Aktionäre halten 61 Prozent des Kapitals, jene von AstraZeneca 39 Prozent. 1999 betrug der Proforma-Umsatz von Syngenta 7,3 Mrd. Dollar, das sind 12,8 Mrd. Franken. Der neue Konzern wird an den Börsen von Zürich, London, Stockholm und New York kotiert sein.

Stellenabbau

Syngenta hatte im Dezember angekündigt, dass 3000 der heute weltweit 23’500 Stellen bei den zu fusionierenden Bereichen gestrichen werden. Details dazu sind noch nicht bekannt. In der Schweiz befindet sich das von der Fusion betroffene Novartis-Werk in Monthey im Kanton Wallis. Dort sind heute 850 Personen beschäftigt.

Mit Restrukturierungen will der neue Agrokonzern nach drei Jahren 525 Mio. Dollar jährlich einsparen. Die einmaligen Kosten des Umbaus werden auf 900 Mio. Dollar innert vier Jahren geschätzt. Syngenta wird weltweite Nummer eins im Pflanzenschutz und im Bereich Saatgut Nummer drei.

US-Zustimmung noch ausstehend

Die Syngenta-Fusion hat den Segen der amerikanischen Wettbewerbsbehörden noch nicht erhalten. Die Europäische Kommission hat am 26. Juli grünes Licht gegeben. Als Auflage der EU-Behörden müssen Novartis und AstraZeneca noch einzelne Produktereihen abstossen.

Designierter Syngenta-Verwaltungsratspräsident ist der Novartis-Mann Heinz Imhof. Sitz des Agrokonzerns ist Basel.

swissinfo und Agenturen

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