The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Alltag müsse einkehren

Jean-Pierre Roth, Präsident der Nationalbank. Keystone Archive

Die Terroranschläge in den USA haben am Freitag den Schweizerischen Bankiertag in Lugano überschattet. Der Nationalbank-Präsident fürchtet hauptsächlich eine Konsumbaisse. Über 500 Bankiers und Gäste gedachten in einer Schweigeminute den Opfern.

Jean-Pierre Roth, Präsident der Schweizer Nationalbank, zeigte sich von den Anschlägen in den USA schockiert. Trotz der grossen Trauer müsse wieder Alltag einkehren. Turbulenzen seien nämlich gerade das Ziel der Terroristen gewesen.

Die Weltwirtschafts-Lage sei schwierig. Der Boom des letzten Jahres sei durch den abrupten Konjunkturabschwung in den USA stark gebremst worden. Eine Trendwende in den USA sei bisher nicht in Sicht. Das Risiko Nummer eins bleibe die abflauende Konsumlust.

Globalisierung der Finanzmärkte

Risiken gingen aber auch von den Finanzmärkten aus. Wegen der Globalisierung der Märkte zögen Krisen heute ungleich weitere Kreise. Eine Gefahr sieht Roth im hohen US-Leistungsbilanzdefizit, das zu einem Druck auf den Dollar führen könnte.

Europa stehe in Sachen Zahlungsbilanz deutlich besser da, sei aber auch kein Musterschüler. Schwachpunkte seien vor allem die rigiden Strukturen. Das hindere Europa daran, die Rolle des Konjunkturmotors zu übernehmen, derweil Amerika die Puste ausgehe.

Autonomie und Transparenz

Mit einer autonomen und transparenten Geldpolitik sorge die Nationalbank für Stabilität. Dank der Autonomie bleibe den Währungshütern ein gewisser Handlungs-Spielraum erhalten. Die Transparenz wirke stabilisierend auf die Märkte.

Um die Stabilität verteidigen zu können, brauche die Nationalbank die nötigen Interventions-Instrumente. So seien etwa hohe Währungsreserven ein Sicherheitspolster für Volkswirtschaften. Das werde in guten Zeiten manchmal vergessen.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft