Atomtransport: Polizei beendet Greenpeace-Sit-In
Die Stadtpolizei Bern hat am Freitag (10.11.) ein Sit-In von rund 12 Greenpeace Aktivisten im Bundesamt für Energie (BFE) geräumt. Sie hatten mit der Aktion gegen die Bewilligungs-Praxis von Atomtransporten aus Schweizer Atomkraftwerken demonstriert.
Ein Ultimatum bis 17.30 Uhr zum freiwilligen Abzug sei ungenutzt verstrichen, sagte der Chef Abteilung Recht und Kernenergie des BFE, Werner Bühlmann. Dann räumte die Polizei das Gebäude.
Hängige Strafanzeigen
Hintergrund der Greenpeace-Aktion sind hängige Strafanzeigen gegen die Atomindustrie und das BFE. Zudem hat Greenpeace beim Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommuinikation (UVEK) eine super-provisorische Verfügung beantragt, mit der sämtliche Transporte aus Schweizer Atomkraftwerken gestoppt werden sollen, bis über die Strafanzeigen entschieden ist.
Nebst Greenpeace haben auch der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrs-Personalverband sowie Anwohner der Wiederaufbereitungs-Anlagen in Sellafield in England und La Hague, Frankreich, wegen der Atomtransporte Anzeige erstattet.
Die Bundesanwaltschaft hat die Untersuchungen dem Kanton Aargau übertragen.
swissinfo und Agenturen
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