Aussenhandel legt weiter kräftig zu
Der Aussenhandel hat sich im ersten Halbjahr 2000 in der Schweiz als wichtigste Konjunkturstütze erwiesen. Und das hohe Wachstumstempo hielt auch im Juni an: Die Einfuhren weiteten sich nominal um 3,4 Prozent aus, die Ausfuhren um 2,7 Prozent.
Arbeitstagbereinigt – der Vorjahresmonat zählte zwei Arbeitstage mehr als der diesjährige Juni – betrug die Erhöhung laut Angeben der Eidgenössischen Zollverwaltung 13,8 respektive 13,0 Prozent.
Einfuhrseitig nahmen die Bezüge von Rohstoffen und Halbfabrikaten sowie Investitionsgütern praktisch im Gleichschritt zu, während bei den Ausfuhren die Halbfabrikate und Zwischenprodukte deutlich expandierten.
Nach Exportbranchen verzeichnete namentlich die Uhrenindustrie ein markantes Verkaufsplus. Am dynamischsten nahm der Warenverkehr einfuhrseitig mit den Transformations- und Entwicklungsländern zu, ausfuhrseitig jener mit den Schwellen- und Transformationsländern.
Der Handel mit der EU entwickelte sich dagegen moderat. Die Handelsbilanz wies im Juni einen Fehlbetrag von 58,1 Mio. Franken aus. In den ersten sechs Monaten stiegen die Einfuhren wertmässig um 13,9 Prozent und die Ausfuhren um 12,7 Prozent.
Selbst arbeitstagbereinigt – das erste Semester 2000 zählte zwei Tage mehr als die entsprechende Vorjahresperiode – resultierte ein kräftigeres Wachstum als im zweiten Halbjahr 1999.
Bei den Einfuhren verlor das Konsumgüterwachstum allerdings etwas an Schwung, während bei den Exporten alle Warengruppen mit einer zweistelligen Steigerungsrate aufwarteten. Die Handelsbilanz im ersten Halbjahr 2000 schloss mit einem Defizit von 609 Mio. Franken.
swissinfo und Agenturen
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