Bell mit etwas weniger Gewinn am Knochen
Die BSE-Krise hat Bell nicht geschadet: Der Gewinn 2000 sank zwar um 2,6% auf 30,4 Mio. Franken, doch der Umsatz stieg um 8,0% auf 1,36 Mrd. Franken. Der tiefere Rindfleischabsatz wurde mit dem Verkauf anderer Fleischsorten fast aufgefangen.
Der Unternehmensgewinn sank im vergangenen Geschäftsjahr um 2,6% auf gut 30 Mio. Franken, wie Bell am Freitag (16.03.) mitteilte. Der Betriebsgewinn sank um 4 Prozent auf 24,9 Mio. Fr. und lag damit unter den Erwartungen.
BSE zeigte kaum Wirkung
Die negativen Auswirkungen der BSE-Krise hätten sich in Grenzen gehalten, so Bell. Bei der Schlachtung sank der Marktanteil von Bell leicht auf 21,1%. Beim Geflügel lag er dagegen mit 39,7% deutlich über Vorjahresniveau.
Der Bell-Verwaltungsrat beantragt die Ausschüttung einer unveränderten Dividende von 8 Franken pro Aktie. Zusätzlich sollen die Aktionäre eine Nennwertrückzahlung in der Höhe von 10 Fr. erhalten.
Schritt ins Ausland vertagt
Keine Zahlen waren zu erfahren für die Verschiebungen zwischen Bell und Hauptaktionär Coop im Zuge des Restrukturierungs-Programms Coopforte. An Bell geht beispielsweise ein Partyservice in Luzern. Coop übernimmt ihrerseits einen Teil der Tiefkühllogistik einer Bell-Tochter. Coops Beteiligung an Bell bleibe gleich, sagte Finanzchef Martin Gysin.
Die früher angekündigte Internationalisierung wurde laut Gysin im abgelaufenen Jahr geprüft, mangels geeigneten Partnern aber vertagt. Die negative Marktentwicklung in den Nachbarländern habe diese Vorsicht klar belohnt, sagte Bell.
swissinfo und Agenturen
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