The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Börse: Baisse, aber keine Panik

Keystone Archive

In Asien und Europa haben die Börsen verhalten auf die Angriffe in Afghanistan reagiert. Erneut fand eine Flucht in den Schweizer Franken statt.

Nach dem Angriff auf Afghanistan haben die Aktienkurse an Asiens Börsen am Montag auf breiter Front nachgegeben.

Die Kursverluste hielten sich in Grenzen, da die Militärschläge erwartet worden seien, sagten Händler. Die Unsicherheit, wie lange die Aktion dauern und wie weit sie ausgedehnt werde, belaste die Märkte indes.

Viele Investoren wollten zudem die Reaktion der US-Leitbörse an der Wall Street abwarten, hiess es. In den USA blieben die Aktienmärkte am Montag wegen eines Feiertages geschlossen, ebenso die asiatische Leitbörse in Tokio.

In Hongkong verloren die Aktien im Morgenhandel um 2,7 Prozent. Der Hang-Seng-Index gab 280,46 Zähler ab und ging mit 9,996.92 Punkten aus der Vormittagssitzung.

In der indischen Metropole Bombay fiel der Index BSE-Sensitive aus 30 Aktien zur Handelseröffnung mehr als 3 Prozent, bevor die Kurse sich ebenso wieder leicht erholten wie die Kurse in Singapur. In Sydney gab der All-Ordinaries-Index um 1,1 Prozent nach.

Schweizer Börse unter Druck

Der Schweizer Aktienmarkt steht deutlich unter Druck. Die Unsicherheit im Zusammenhang mit den US-Angriffen in Afghanistan laste auf den Märkten, sagten Händler.

Der SMI sank in den ersten Stunden ebenfalls über 2 Prozent. Die Reaktion sei aber moderat, hiess es weiter. Marktteilnehmer seien optimisisch, dass es zu keinem Flächenbrand im arabischen Raum kommen werde.

Franken wieder stärker

Der Schweizer Franken hat nach dem Beginn des amerikanisch-britischen Gegenschlages in Afghanistan an Wert gewonnen. Einmal mehr war die Schweizer Währung nach Angaben von Devisenhändlern als sichere Anlagewährung gesucht.

Der Franken legte am Montagmorgen gegenüber dem Dollar um mehr als zwei Rappen zu und notierte um 10.00 Uhr mit 1,6010 (Freitagabend 1,6235) Franken. Auch gegenüber dem Euro machte der Franken Boden gut und notierte mit 1,4785 (1,4887) Franken fester.

Die politische Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Terrorismus stärke tendenziell den Franken. Die Schweizer Währung sei als sichere Anlagewährung gesucht, schreibt die Bank Sarasin in ihrem Wochenbericht.

Der Euro notierte gegenüber dem Dollar nach den Angriffen auf Afghanistan leicht höher. Gegen 10.00 Uhr kostete die Devise in Frankfurt 0,9234 Dollar. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 0,9174 Dollar festgesetzt.

Das Aufwärtspotenzial des Euro dürfte nach Meinung der Experten von HSBC Trinkaus&Burkhardt begrenzt bleiben.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft