Bundesrat bewilligt Einstieg von Vodafone bei Swisscom
Der Bundesrat hat am Mittwoch (08.11.) grünes Licht für einen Einstieg der britischen Mobilfunk-Gesellschaft Vodafone beim Telekommunikations-Konzern Swisscom gegeben. Vodafone zahlt für die Beteiligung 4,5 Mrd. Franken.
Nach Mitteilung des Energie- und Kommunikations-Departements kann sich Vodafone demnach zu 25 Prozent an der noch zu gründenden Mobilfunk-Tochter Swisscom Mobile AG beteiligen. Vodafone zahlt für die Beteiligung 4,5 Mrd. Franken, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Sollte die Swisscom einen weiteren Minderheitsanteil oder Vodafone seine Anteile veräussern, so besteht gegenseitig ein Vorkaufsrecht. Eine Option für eine Mehrheits-Übernahme von Vodafone gibt es nicht.
Die Partnerschaft mit dem weltweit grössten Mobilfunk-Anbieter wurde von Swisscom mit dem UMTS-Geschäft der dritten Mobilfunkgeneration begründet. Vodafone und die Mobilfunktochter der Swisscom sichern sich gegenseitigen und diskriminierungsfreien Zugang zu allen für das UMTS-Geschäft nötigen Diensten und Produkten zu. Der Verwaltungsrats-Präsident von Swisscom, Markus Rauh, erklärte, nun seien die Voraussetzungen für den Erfolg der Swisscom im UMTS-Geschäft geschaffen.
Werk- und Denkplatz Schweiz stärken
Der Bundesrat begründete seine Zustimmung mit politischen und wirtschaftlichen Gründen. Ohne strategische Allianz wären die Marktchancen der Swisscom im internationalen Verdrängungswettbewerb gesunken. Ein starker Mobilfunkpartner stärke den Werk- und Denkplatz Schweiz. Der Verhandlungsabschluss vor dem Beginn der UMTS-Auktion wird vom Bundesrat deshalb als richtig eingestuft, weil die Swisscom nach der Versteigerung schlechtere Karten gehabt hätte. Alle künftigen Lizenzgewinner wären dann als potenzielle Partner nicht mehr in Frage gekommen.
swissinfo und Agenturen
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