Christoph Blocher: Finanzkrise Folge von Übermut
Leichtsinn, Übermut, Managementfehler und die zentrale Bedeutung der Banken für die gesamte Wirtschaft haben laut alt Bundesrat Christoph Blocher zur aktuellen Finanzkrise geführt.
Rund 700 Menschen lauschten in Zürich dem öffentlichen Vortrag des Ex-Justizministers und Vizepräsidenten der Schweizerischen Volkspartei (SVP).
Laut Blocher sind die Banken so bedeutend geworden, dass man sie nicht mehr zugrunde gehen lassen könne, ohne dass damit die gesamte Volkswirtschaft mit in den Abgrund gerissen würde.
Andererseits seien sie aber auch ein Wirtschaftszweig, der mehr als andere auf Vertrauen angewiesen sei. Fehle dieses, «fällt das System zusammen». Diese Gefahr bestehe zurzeit weltweit.
Bei den Rettungspaketen gehe es nicht darum, einzelne Banken zu retten. Die massnahmen sollten im Interesse der gesamten Wirtschaft ein funktionierendes Finanzsystem gewährleisten. Es gehe «um eine Art Notrecht, wie es auch im Krieg gilt».
Zur Bewältigung des Konjunkturrückgangs empfiehlt Blocher eine Senkung der Staatsausgaben, der Mehrwertsteuer sowie von Steuern und Abgaben.
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