The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Couchepin besuchte Chile und Argentinien, weiter nach Mexiko

Der Chilenische Präsident Ricardo Lagos (l.) empfängt Bundesrat Couchepin (m.) und seine Delegation. Keystone

Wirtschaftsminister Pascal Couchepin besuchte letzte Woche Chile und Argentinien. Er ist nach eigenen Angaben "müde, aber zufrieden". Am Sonntag (26.11.) reiste er weiter nach Mexiko.

Der Besuch von Bundesrat Couchepin stand ganz im Zeichen bilateraler Gespräche im internationalen Handel. Grösster Verdienst des Magistraten und seiner rund 30-köpfigen Delegation war dabei die Wiederbelebung der Europäischen Freihandels-Assoziation (EFTA). Zu dieser gehören neben der Schweiz nur noch Liechtenstein, Norwegen und Island. Angesichts der festgefahrenen Situation bei der Welthandelsorganisation WTO sieht die Schweiz in der EFTA ein grosses Potential, um Exportmöglichkeiten auszudehnen.

Ungleiche Nachbarn besucht

Couchepin besuchte während vier Tagen Argentinien und anschliessend für zwei Tage Chile. Beide Nachbarländer verfügen über ein starkes wirtschaftliches Potential, geniessen aber ein unterschiedliches Ansehen: Während Chile sein Bild als Wirtschafts-Wunderland pflege, leide Argentinien unter seinem Image als Schuldnerland, bemerkte Couchepin.

In Chile sollen die Verhandlungen über ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen dem Land und der EFTA am 4. Dezember beginnen. Länger wird die Annäherung an die südamerikanische Wirtschafts-Gemeinschaft Mercosur dauern. Dieser gehören Argentinien, Brasilien, Paraguay und Urugay an: In der argentinischen Prioritätenliste liegt die EFTA nur auf Rang vier. Auch erbitterte Diskussionen mit dem zuständigen Handelsminister hätten das nicht ändern können, sagte der Bundesrat.

Nicht nur wegen der fruchtlosen Gespräche war der viertägige Aufenthalt anstrengend. An zwei Tagen fiel er mit einem dortigen Generalstreik zusammen. Ein Treffen zwischen Couchepin und dem argentinischen Präsidenten Fernando de la Rua musste deshalb ausfallen. Sie wollen sich jetzt am Wirtschaftsforum in Davos (WEF) Ende Januar treffen. Nach all den Strapazen fühlte er sich «müde, aber zufrieden», sagte er. «Reisen dieser Art präzisieren die Vision, die man von der Welt haben kann, und sie erlauben, gewisse festgefahrene Probleme zu deblockieren», erklärte er weiter.

Weiterreise nach Mexiko

Bundesrat Copuchepin reiste am Sonntag (26.11.) nach Mexiko weiter. Dort wird er am Montag in Anwesenheit des mexikanischen Präsidenten Ernesto Zedillo das Freihandelsabkommen zwischen der EFTA und Mexiko unterzeichnen.

Das Abkommen verschafft den Schweizer Firmen dieselben Bedingungen wie jenen der EU-Staaten. Das Abkommen ermöglicht Schweizer Firmen bei den Ausfuhren nach Mexiko jährliche Einsparungen an Zollgebühren in Höhe von rund 100 Millionen Franken.

swissinfo und Agenturen

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft