Detailhandel hat mehr verkauft
Der Schweizer Detailhandel ist weiterhin in guter Verfassung: Die Umsätze stiegen in den letzten sechs Monaten um 2,6% gegenüber der gleichen Vorjahresperiode. Der Juni war seit Jahren der Monat, in dem am meisten konsumiert wurde.
«Die Konsumentenstimmung im ersten Halbjahr war sehr gut», sagte Dieter Koch, Chef der Sektion Preise und Verbrauch beim Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag (14.08.).
Der Verbrauch von Nahrungsmitteln, Getränken, Tabak und Raucherwaren legte nominal um 2,7% und real um 1,2% zu. Bei Bekleidung und Schuhen stiegen die Umsätze nominal um 2,3% und real um 5,6%.
Schönheit und Autos gefragt
Sowohl die Güter des täglichen Bedarfs als auch die dauerhaften Konsumgüter wiesen ein deutliches Wachstum auf. Nominal zulegen konnten vor allem Produkte für Gesundheit, Körperpflege, Schönheit (5,7%), Nahrungsmittel (3,3%) und die Ausgaben für die Wohnungs-Einrichtung (5,2 %) und Motorfahrzeuge (4%).
Einkaufsmonat Juni
Im Juni 2001 setzte der Detailhandel wertmässig 8,9% mehr um als im gleichen Monat des Vorjahrs. Dies entspricht einer realen Zunahme um 8,4%. Ein höherer Monatswert war letztmals im März 1999 verzeichnet worden.
Allerdings: Der Juni hatte einen Verkaufstag mehr als der Vorjahres-Monat. Vom dem zusätzlichen Tag profitierten in erster Linie der Getränke- und Nahrungsmittel-Verkauf.
Bei den dauerhaften Konsumgütern – von der Bekleidung bis zu den Wohnungs-Einrichtungen – dürfte sich der Ausverkauf positiv ausgewirkt haben.
Gute Aussichten trotz Abkühlung
Die Aussichten für den Schweizer Detailhandel beurteilt BFU-Mann Koch weiterhin als gut. Die Stimmung der Konsumenten habe sich im Juli zwar merklich abgekühlt. Sie halte sich aber nach wie vor auf einem hohen Niveau.
swissinfo und Agenturen
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