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Ein recht gutes Jahr für die Bauern

Gemähtes und leicht angetrocknetes Heu in Plastikfolien. Das Schweizer Bauernjahr 2000 war etwas nass aber nicht schlecht. Keystone

Im Bauernjahr 2000 mussten die Landwirte "Lothar" verkraften und mit der Nässe fertig werden. Reiche Ernte brachten sie bei Kartoffeln, Mostobst und Zuckerrüben ein. Pro Konsumenten-Franken gehen noch 24 Rappen an die Produzenten.

«Lothar» (der eigenartige Name für den Weihnachtssturm 1999) und seine Folgen, ein warmer Frühling, ein regnerischer Frühsommer und ein ebensolcher Herbst mit Überschwemmungen in der Süd- und Westschweiz prägten das Bauernjahr 2000, wie der Landwirtschaftliche Informationsdienst (LID) am Donnerstag (21.12.) bekannt gab.

Der nasse Frühsommer lies Weizen und Roggen auswachsen. Futtergetreide dagegen war qualitativ und quantitativ überdurchschnittlich.

Ein gutes Jahr

Die Kartoffelernte lag mit rund 583’000 Tonnen ein Fünftel über dem Vorjahr. 1999 ging als magerstes Kartoffeljahr in die Geschichte ein. Die Zuckerrüben-Ernte erreichte einen neuen Rekord, bei hohem Zuckergehalt liegt sie 18 Prozent über jener des Vorjahrs.

Reiche Ernte fuhren die Obstproduzenten ein: Das Mostobst übertraf mit 270’000 Tonnen das zehnjährige Mittel um die Hälfte. Allerdings resultierte dies auch in einem Rekordtief bei den Preisen, wie der LID mitteilte. Beim Gemüse sorgten die anhaltenden Niederschläge im Juli für ein kleineres Angebot und höhere Preise.

Mehr Milch

Die Milchlieferungen lagen 2,3 Prozent höher als im Vorjahr. Davon wurden in den ersten neun Monaten 7 Prozent mehr verkäst und etwas weniger Joghurt, Rahm und Butter hergestellt.

Rinderpreise auf Achterbahn

Im Herbst war der Schlachtviehmarkt laut LID wieder gesundet. Die Preise erreichten das Niveau vor der ersten BSE-Krise 1996. Nach neuen BSE-Fällen sanken die Preise für Rinder und Muni im November wieder. Kalbfleisch- und Schweinemarkt hingegen waren ausgeglichen.

Schweizerinnen und Schweizer gaben für die Ernährung noch 7 Prozent ihres Einkommens aus, wie der LID den «Agrarbericht 2000» des Bundesamtes für Landwirtschaft vom November zitiert. Der Anteil der Produzierenden von jedem Konsumentenfranken machte noch 24 Rappen aus.

swissinfo und Agenturen

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