Expo.02: Geldgeber ziehen Lehren aus Hannover
Der finanzielle Expo-Flop in Hannover hat Konsequenzen für die Schweizerische Landesausstellung Expo.02: Bei den Kredit-Verhandlungen verlangen die Banken jetzt zusätzliche Garantien. Fehlende Sponsoren verschärfen zudem die Geldprobleme der Expo.02.
Nach den mässigen Erfolgen der Expo in Hannover und des Millenium Domes in London hat die Haltung der Schweizer Banken geändert, wie Expo-Sprecher Laurent Paoliello am Sonntag sagte. «Die Kredite könnten uns teurer zu stehen kommen als angenommen», sagte er.
Die Expo verhandelt derzeit über Kredite für die Übergangszeit bis Februar 2002, in der die Expo keine Einnahmen macht, dafür den Hauptbrocken an Ausgaben tätigen wird. Bis anhin war stets die Rede von 140 Millionen Franken für den Liquiditätsbedarf.
200 Millionen mehr
Weil aber insbesondere Sponsorengelder nur langsam hereinkämen, hat dieser Bedarf laut Paoliello auf rund 200 Millionen Franken zugenommen. Die «SonntagsZeitung» sprach von 240 Millionen. «Wir hoffen auf möglichst günstige Zinskonditionen», sagte Paoliello.
Die Expo wünscht, dass die Banken auf Risikoprämien in Form von zusätzlichen ein bis zwei Prozent Zinsen verzichten, denn das bedeute für die Expo Zusatzkosten von mehreren Millionen Franken. Die Defizitgarantie des Bundes kann dafür ausRechtsgründen nichterhalten.
Die Expo zählt auf den Bund. Dieser soll den Banken klarmachen, dass die Expo ein akzeptables Risiko darstelle.
swissinfo und Agenturen
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