Expo.02: Probleme mit den Arteplages
Um die Sicherheit der Arteplage von Neuenburg sicherzustellen, wollen die Verantwortlichen der Expo.02 möglicherweise Zusatzmassnahmen ergreifen. Sie warten auf einen Bericht zur Qualität der Pfähle.
«Wir wollen hundertprozentige Sicherheit», sagte Laurent Paoliello, Sprecher der Expo.02, am Samstag (09.09.) gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Sollte sich ein bestimmter Prozentsatz der Pfähle als problematisch erweisen, werde die Expo.02 zusätzliche Tests oder weitere Massnahmen fordern, erklärte Paoliello.
Zwei der 480 Pfähle der Arteplage von Neuenburg hatten sich wegen Problemen bei den Verschweissungen gesenkt. Die Tageszeitung «24 Heures» meldete in ihrer Samstagsausgabe, dass gemäss Hirt 30 Prozent der Pfähle der Plattform Mängel aufwiesen. Paoliello wollte dies weder bestätigen noch dementieren.
Die Pfähle könnten beispielsweise mit einer Ummantelung verstärktwerden. Querverstrebungen könnten ebenfalls zur Sicherung der Stabilität der Arteplage beigezogen werden. Die Kosten dafür müsste das mit den Bauarbeiten beauftragte Bauunternehmen Batigroup tragen, sagte der Expo.02-Sprecher weiter.
Die Plattform muss im Verlauf des Herbstes von Batigroup geliefert werden. Für weitere Arbeiten stehe ein Zeitraum bis anfangs 2001 zur Verfügung, erklärte Paoliello. Batigroup plant gemäss eigenen Angaben, das reguläre Abnahmeverfahren für die Plattform in Neuenburg am 19. September zu beginnen.
Der Expo.02-Sprecher erklärte zudem, dass neue Lösungen auch für die anderen Standorte geprüft würden. Für Murten sei beispielsweise vorgesehen, die Pfähle durch Schwimmer zu ersetzen. In Yverdon könnte das Pfahlwerk anders konzipiert oder mit einem anderen Material wie Beton oder Stahl fabriziert werden.
swissinfo und Agenturen
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