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Gentech-Moratorium gefordert

Nationalrätin und Geschäftsführerin der Stiftung für Konsumentenschutz, Simonetta Sommaruga, fordert stellvertretend für zahlreiche Organisationen in der Schweiz ein Gentech-Moratorium. Keystone

Die Schweizer Landwirtschaft kann sich nach der Krise um BSE keine neuen Skandale leisten. Mit diesem Argument wurde am Dienstag (14.11.) die Forderung nach einer Denkpause in der Gentech-Gesetzgebung unterstrichen.

Es waren die IP Suisse (IP = Integrierte Produktion), die Stiftung für Konsumentenschutz und Mitglieder der grosssen Parlamentskammer, des Nationalrates, die das Gentech-Moratorium forderten. Die Mehrheit der Räte und die Regierung haben sich dieser Forderung nicht angeschlossen. So hat die Regierung, der Bundesrat, in der Genlex-Vorlage auf ein Moratorium verzichtet. Die kleine Kammer, der Ständerat hat die Beratung darüber auf die Frühjahrssession verschoben.

Geringe Nachfrage nach Gentech-Lebensmittel

Generell war man sich unter den Organisationen, die ein Moratorium fordern einig, dass Gentech-Lebensmittel bei den Konsumentinnen und Konsumenten und zunehmend auch bei den Produzenten eine miserable Akzeptanz haben. Das betonte auch Simonetta Sommaruga, Präsidentin der Stiftung für Konsumentenschutz. Die Bauern hätten nur eine Überlebenschance, wenn sie naturnah produzierten, sagte sie weiter.

Die Politik sei deshalb gefordert, die Wahlfreiheit bei Gentech-Lebensmitteln sicherzustellen und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass die Konsumenten dafür nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden.

Der Mehraufwand, der durch die Einführung von Gentech-Lebensmitteln entstehe, müsse im Sinne des Verursacherprinzips von der Gentech-Industrie finanziert werden, wurde weiter verlangt.

swissinfo und Agenturen

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