Günstige Prognose für Schweizer Wirtschaft
Die Schweizer Wirtschaft wächst nach den Erwartungen des Basler Konjunkturforschungs-Instituts (BAK) dieses Jahr so rasch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Für das Jahr 2000 erwartet das BAK ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 3 Prozent.
Die günstige internationale Konjunktur-Entwicklung seit Mitte 1999 verhalf der Schweizer Wirtschaft und vor allem der Exportbranche zu einem mittlerweile breit abgestützten Aufschwung, wie es in der Herbstprognose der Konjunkturforschung Basel heisst.
Zum Wachstum des Brutto-Inland-Produkts um 3 Prozent trügen praktisch alle Komponenten des realen BIP bei. Die sich mittlerweile abzeichnende Verlangsamung auf plus 2,4 Prozent im kommenden Jahr sei angesichts der Anspannung auf dem Arbeitsmarkt nicht unerwünscht.
Abschwächung für 2001
Im Einzelnen erwartet die BAK für 2000 ein Exportwachstum, von 9,5 Prozent, das sich 2001 auf 5,8 Prozent abschwächt. Die Bauinvestitionen, die dieses Jahr mit plus 3,6 Prozent aus dem Tief herausfinden sollen, dürften nächstes Jahr bereits wieder an Dynamik verlieren und nur noch um 2,3 Prozent zulegen.
Tiefe Arbeitslosigkeit
Zum Arbeitsmarkt schrieben die Basler Konjunkturforscher, das Arbeitskräfte-Potenzial sei mit einem Anteil von über 98 Prozent der Erwerbstätigen praktisch ausgeschöpft. Da die Schweizer Erwerbs-Bevölkerung nur noch geringfügig wachse, werde das Arbeitsangebot beim vermehrten Beizug ausländischer Arbeitskräfte mit der Arbeitsnachfrage Schritt halten können. Die Arbeitslosenquote dürfte dieses und nächstes Jahr auf 2,0 beziehungsweise 1,8 Prozent sinken.
Anstieg der Löhne
Die Anspannung am Arbeitsmarkt dürfte die Nominal-Stundenlöhne um 2,4 beziehungsweise 2,7 Prozent steigen lassen. Das Wachstum der realen Stundenlöhne dürfte mit plus 0,7 beziehungsweise 0,8 Prozent doppelt so hoch ausfallen wie im Durchschnitt der 1990-er Jahre. Die verfügbaren Haushalts-Einkommen sollen um 2,5 beziehungsweise 1,7 Prozent wachsen.
swissinfo und Agenturen
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