Immer auf die Kleinen
Der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) ist nicht mehr einverstanden mit der - seiner Ansicht nach - einseitigen Ausrichtung der offiziellen Schweizer Wettbewerbspolitik. Die "Kleinen" würden über Gebühr kontrolliert.
Das höchste Organ des SGV, der Schweizerische Gewerbe-Verband, zeigt sich höchst beunruhigt über die «andauernde wettbewerbs-politische Benachteiligung» kleiner und mittlerer Betriebe (KMU). Dies hielten die SGV-Delegierten an ihrem Kongress vom Mittwoch (25.10.) in St. Gallen fest.
Nachwehen der Rezession
Die Schweizer KMUs sähen sich trotz Aufschwung noch mit den Folgen der Rezession konfrontiert. Dazu komme die Internationalisierung und Globalisierung. Dies sorge für zusätzlichen Konkurrenzdruck.
Dessen ungeachtet würden die Wettbewerbsbehörden ihre Überwachungs- und Kontrolltätigkeit in erster Linie auf die kleinen Marktteilnehmer konzentrieren.
In einer Resoluton schreiben die über 600 Delegierten, dass man nicht mehr gewillt sei, diese «einseitige Ausrichtung» der von offizieller Seite verfügten Wettbewerbspolitik zu akzeptieren.
Fairness gefordert
Weiter forderte der Gewerbekongress Fairness und Flexibilität. Die Wettbewerbs-Behörden sollen sich auf tatsächliche Missbräuche konzentrieren. Das Recht solle einfach und ohne Spitzfindigkeiten ausgelegt werden. Auf eine Verschärfung des Wettbewerbsrechts sei zu verzichten.
An der Expo.02
Der Gewerbekongress gab grünes Licht zum Start der Aktion zu Gunsten der Expo.02. Unter dem Titel «KMU – ein starker Auftritt» soll in gewerblichen Kreisen Geld für den Monolithen von Jean Nouvel den man in Murten auf- und ausstellen will, gesammelt werden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch