Kleinbrauer fordern Massnahmen im Bier-Markt
Die Kleinbrauereien gehen in die Offensive. Sie fordern die Wettbewerbskommission (Weko) auf, den geplanten Gesamt- Verkauf der Feldschlösschen-Getränkesparte zu verhindern.
Mit einer Aufteilung des Bierbereichs solle der Staat die «Quasi-Monopole» zerschlagen.
Die Feldschlösschen-Hürlimann-Gruppe habe sich durch Übernahmen und Fusionen mit einem Marktanteil von rund 50 Prozent zum marktbeherrschenden Unternehmen entwickelt, schreibt die Interessengemeinschaft unabhängiger Klein- und Mittelbrauereien in einer am Freitag (23.06.) veröffentlichten Mitteilung.
Die Dominanz von Feldschlösschen in der Gastronomie, im Detailhandel und in der Distribution führe zu monopolartigen Strukturen, kritisieren die Kleinbrauereien. Wirte seien mit langfristigen Lieferverträgen an Feldschlösschen gebunden und der Konsument suche im Detailhandel oft vergeblich nach regionalen Spezialitäten.
Zur Sicherung eines freieren Marktes fordern die Kleinbrauereien eine Aufteilung der Feldschlösschen-Getränkesparte. Ein Gesamt- Verkauf sei wettbewerbsrechtlich zu verhindern. Zumindest die Brauereien «Valaisanne» und «Cardinal» seien zu verselbständigen. Zudem sollten vertraglich an Feldschlösschen gebundene Wirte die Möglichkeit erhalten, Sortiment und Lieferanten frei zu wählen.
Schliesslich verlangt die Interessengemeinschaft auch die rasche Einführung der sogenannten EU-Biersteuerstaffel in der Schweiz. Die derzeit geltende Übergangslösung benachteilige die rund 50 Klein- und Gasthausbrauereien massiv.
swissinfo und Agenturen
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