Konjunktur-Herbst in Sicht
Das Schweizer Wirtschafts-Klima kühlt sich weiter ab. Das Barometer der Konjunktur-Forschungsstelle KOF/ETH zeigt erneut nach unten. Erstmals sind auch die Haushalte für die kommenden 12 Monate weniger zuversichtlich.
Konkret zeigte das Barometer für den Monat Juli einen Stand von minus 0,21 an. In den Quartals-Umfragen vom Juli habe sich gezeigt, dass die privaten Haushalte ihre finanzielle Lage für die kommenden zwölf Monate weniger günstig beurteilten als in den Erhebungen vom April und vom Januar, schreibt die KOF.
Damit sinken derzeit erstmals auch die Werte für den Handels- und Konsumbereich wieder. Noch vor drei Monaten hatten der Handel und der Privatkonsum das Konjunktur-Barometer positiv beeinflusst.
Im Baugewerbe stagnierte der Auftragsbestand im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreswert. Die Lagerbestände im Grosshandel seien vermehrt als überhöht bewertet worden.
Höhere Nachfrage in der Industrie
In ihrer allmonatlichen Umfrage bei Industrie-Unternehmen stellte die KOF im Juli einen leichten Nachfrage-Zuwachs fest. Damit hat sich die Situation gegenüber dem Vormonat etwas verbessert. Im Juni hatten die Industriefirmen erstmals seit zwei Jahren einen leicht rückläufigen Bestellungs-Eingang gemeldet.
Das auf Umfragen beruhende monatlich veröffentlichte Konjunktur-Barometer gibt über die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung in rund sechs bis neun Monaten Auskunft.
swissinfo und Agenturen
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