Konjunkturbarometer fällt auf Fünf-Jahres-Tief
Das Schweizer Bruttoinlandprodukt (BIP) hat sein Wachstum weiter verlangsamt. Es ging im September auf 0,62 Punkte zurück, den tiefsten Stand seit August 2003 und folgt der seit Oktober 2007 eingeschlagenen Abwärtstendenz.
Die Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) sieht «keinen Anlass zu einer optimistischen Einschätzung des Wachstums der Schweizer Wirtschaft». Für die kommenden Monate sei vielmehr mit einem verlangsamten BIP-Wachstum zu rechnen.
Das KOF-Konjunkturbarometer basiert auf drei Modulen: Das Modul Kern-BIP (Gesamtwirtschaft ohne Baugewerbe und Kreditgewerbe), das 90% der Wertschöpfung erzielt, zeigt unverändert eine Abwärtstendenz. Die Module Baugewerbe und Kreditgewerbe hätten sich jedoch etwas gefangen und wirkten stabilisierend.
Die Exporte in die EU werden sich laut KOF deutlich verlangsamen. Ebenso geht der Privatkonsum in der Schweiz zurück. Die Abwärtstendenz in der Schweizer Industrie hat sich dagegen etwas verlangsamt.
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