Kredite für Unternehmerinnen
Die Schweiz unterstützt mit jährlich einer Mio. Schweizer Franken das "Womens's World Banking" (WWB). Das einzige ausschliesslich von Frauen geführte globale Netzwerk ermöglicht Frauen in Entwicklungsländern den Zugang zu Krediten.
Bankdienstleistungen an arme Frauen seien sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer Hinsicht sehr sinnvoll, da Frauen wirtschaftlich sehr produktiv und sozial seien, sagte Dora Rapold, Leiterin der Fachdienste der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA), an einem Mediengespräch.
Sie würden ihre Kredite in den allermeisten Fällen zurückzahlen, und was sie erwirtschaften, fliesse wieder in die Familie zurück. Deshalb, führte Rapold aus, deckten sich die Ziele von «Womens’s World Banking» in hohem Masse mit denjenigen der DEZA im Bereich Armutsbekämpfung.
Das WWB erhält von der DEZA jährlich eine Mio. Schweizer Franken; zudem unterstützt die DEZA drei WWB-Mitgliedsgesellschaften, nämlich in Bangladesch, Bosnien-Herzegowina und in Benin.
Nach den Niederlanden und Norwegen ist die Schweiz drittwichtigste Geberin; via die DEZA ist die Schweiz in konzeptioneller Hinsicht sehr aktiv und setzt im ganzen Bereich «Mikrofinanzierung» (die Gewährung von Finanzdienstleistungen an Kundinnen und Kunden mit niedrigen Einkommen gemeint) jährlich zehn Mio. ein.
«Women’s World Banking» ist ein weltweites Netzwerk mit mehr als 40 Mitgliedsgesellschaften in rund 35 Ländern. Weltweit unterstützt WWB mehr als 10 Millionen Unternehmerinnen in Finanzfragen. Ziel ist es, von Frauen geleitete Mikro- und Kleinunternehmen den Zugang zu Finanzdienstleistungen wie
Krediten oder Beratung zu ermöglichen, wie Nancy Barry, seit 1991 Präsidentin von WWB, am Mediengespräch ausführte.
swissinfo und Agenturen
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