Lebensmittel für Menschen ohne grosses Portemonnaie
Drei Genfer Gemeinden sind für eine Schweizer Premiere verantwortlich: Sie gründeten die erste "Nahrungsmittel-Bank" der Schweiz. Freiwillige sammeln die Nahrungsmittel-Überschüsse von Unternehmen ein und verteilen sie.
Die Nahrungsmittel kommen von grossen Gemüse- und Früchtehändlern sowie Bäckereien. Aber auch Milchproduzenten sowie Grossverteiler gehören zu den Lieferanten.
Immer mehr Leute hätten Unterstützung nötig, sagt Pierre-Antoine Lacroix,Leiter der Sozialdienste von Onex. Zudem verdienten viele Menschen nicht genug, um damit leben zu können. Der Wirtschaftsaufschwung hat laut den Verantwortlichen der Aktion nichts an der zunehmenden Armut geändert.
Dieser Fall von interkommunaler Solidarität ist in der Schweiz eher rar. Laut Sigisbert Lutz, Generalsekretär des Schweizerischen Gemeindeverbandes, ist die «Nahrungsmittel-Bank» der drei Genfer Gemeinden ein Novum in der Schweiz.
Seit einer Woche läuft das Projekt der Gemeinden Onex und Lancy, wobei bald auch noch Plan-les-Ouates dazustossen soll. «Zusammen sind wird effizienter bei der Sammlung der Waren», erklärt Pierre-Antoine Lacroix.
Geführt wird die Bank von Freiwilligen. Die Gemeinden leisten logistische Hilfe, liefern Kühltruhen und Lagerraum sowie einen finanziellen Zustupf. Welchen Bedürftigen die Produkte zukommen, entscheiden die Sozialdienste der drei Gemeinden.
swissinfo und Agenturen
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