Luzerner Kantonalbank mit deutlich höherem Gewinn
Der Konzerngewinn der Luzerner Kantonalbank (LUKB) ist im ersten Halbjahr 2000 gegenüber der Vorjahresperiode um 19,6 Prozent auf 41,7 Mio. Franken gestiegen. Der Bruttogewinn (Cash-Flow) nahm auf Stufe Konzern um 34,8 Prozent auf 113 Mio. Franken zu.
Die Bilanzsumme der sechstgrössten Kantonalbank der Schweiz verbesserte sich um 1,4 Prozent auf 17,22 Mrd. Franken, wie die Bank am Dienstag (25.07.) bekannt gab.
Als Gründe für das positive Ergebnis nannte Fritz Studer, Präsident der LUKB-Geschäftsleitung, die «absolut aussergewöhnliche» Entwicklung an den Finanzmärkten in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres. Zudem habe die LUKB den Zinsanstieg frühzeitig erkannt und entsprechend reagiert.
Studer rechnet für das ganze Jahr mit einem gegenüber dem Vorjahr deutlich besseren Ergebnis. Im Geschäftsjahr 1999 hatte die LUKB einen Bruttogewinn von 179,07 Mio. Franken und einen Reingewinn von 75,35 Mio. Franken erzielt.
30 Prozent mehr Ertrag aus Dienstleistungsgeschäft
Eine grosse Ertragssteigerung ist der LUKB beim Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gelungen. Der Ertrag konnte gegenüber dem 1. Halbjahr 1999 um 30 Prozent auf 61,5 Mio. Franken erhöht werden.
Der Ertrag aus dem Zinsgeschäft nahm im gleichen Zeitraum um 15,2 Prozent auf 138,9 Mio. Franken zu. Aus dem Handelsgeschäft resultierte ein Ertrag von 12,6 Mio. Fr. (plus 17 Prozent). Rund ein Drittel des Konzernerfolges hat die Tochtergesellschaft Bank Adler & Co. AG erwirtschaftet.
Grösseres Depotvolumen
Das Depotvolumen der LUKB wuchs seit Jahresbeginn um 4,5 Prozent auf gut 17,8 Mrd. Franken. Studer wertete diese Zunahme als Bestätigung der LUKB-Strategie, den Private-Banking-Bereich auszubauen und sich auf mittelständische Kundschaft auszurichten. An dieser Strategie wolle man festhalten, so Studer.
Weiter ausgebaut werden soll auch das Internet-Banking. Heute zählt die LUKB rund 6000 Nutzerinnen und Nutzer des Internet- Bankings. Mit einer Werbekampagne will die LUKB diese Zahl bis November auf 15’000 steigern.
swissinfo und Agenturen
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