Mehr «Grüne Fee» als Williams
Die offizielle Schnaps-Statistik der Schweiz zeigt einen neuen Rekord: Noch nie wurde soviel Absinth in der Schweiz hergestellt wie 2008 - und noch nie wurde so viel exportiert.
Noch ist es nicht lange her, als einige Absinth-Produzenten der Legalisierung ihrer «grünen Fee» kritisch gegenüber standen, weil sie befürchteten, dass im Fall einer Aufhebung des Verbots der Absatz ihres gebrannten Wassers ins Stocken käme.
Jetzt weist die Eidgenössische Alkoholverwaltung aus, dass seit der Aufhebung des Produktionsverbots im März 2005 rund 630’000 Liter Absinth produziert wurden – mit einem Plus von 54% gegenüber dem Vorjahr.
Laut Alkoholverwaltung liegt der Grund für das rasante Exportwachstum in den USA, wo die ‚grüne Fee‘ stark im Trend liege, wie die Zeitung Sonntag schreibt.
Was die Produktion insgesamt betreffe, bewege sich die Absinth-Produktion im Vergleich zu den traditionellen Spirituosen Kirsch oder Williams weiterhin auf tiefem Niveau – nicht aber beim Export.
2008 wurde doppelt so viel Absinth wie Williams exportiert. Beim Williams gehen 6% der Produktion ins Ausland, beim Absinth inzwischen 61%.
Im Inland selbst verlieren die Schweizer Schnaps-Hersteller weiterhin Marktanteile: Zurzeit beträgt er 15%.
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