Metall Zug: Höhere Dividende – leicht tieferer Gewinn
Das Jahresergebnis 2000 der Metall Zug Gruppe liegt knapp unter dem Rekord des Vorjahres. Dennoch gibt es für die Aktionäre eine höhere Dividende. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen wiederum einen erfreulichen Abschluss.
Die schwergewichtig in der Produktion von Haushalt-Apparaten tätige Gruppe erzielte 2000 einen im Vergleich zum Vorjahr um 1,9% tieferen Umsatz von 458,3 Mio. Franken. Dies gab das Unternehmen am Donnerstag (16.08.) bekannt.
Das Betriebsergebnis (EBIT) betrug 51,3 (Vorjahr: 56,4) Mio. Franken. Der Cash-flow blief sich auf 78,7 (86,6) Mio. Franken.
Die Rekordzahlen des Vorjahres seien trotz erschwerter Marktlage nahezu erreicht worden, sagte Verwaltungsrats-Präsident Rino Rossi. In allen Geschäftsbereichen (Apparate, Kunststoff, Immobilien) sei es gelungen, die Wettbewerbs-Position auszubauen. Bei schrumpfendem Markt habe die Metall Zug Gruppe sogar Anteile gewonnen.
Markteinbruch bei Haushalt-Apparaten
Dass die Zahlen dennoch unter dem Vorjahr liegen, führte Rossi unter anderem auf einen Markteinbruch bei den Haushalt-Apparaten und auf die Investitions-Bremse der öffentlichen Hand im Gesundheitswesen zurück.
Dazu kamen laut Rossi eine ungünstige Stimmung an der Börse und innerbetriebliche Umstrukturierungs-Kosten, die unterschätzt worden seien.
Wichtigster Absatzmarkt der Metall Zug Gruppe ist die Schweiz. Der Auslandanteil am Nettoerlös ging im vergangenen Jahr von 17,3% auf 15,4% oder von 78 Mio. Franken auf 69 Mio. Franken zurück.
Der Verwaltungsrat beantragt eine Erhöhung der Dividende von 68 auf 70%.
Vertrauen in die Zukunft
Die Metall Zug Gruppe blickt laut Rossi «voller Vertrauen in die Zukunft». Der Konzern sei gesund. So stieg das Eigenkapital im lezten Jahr von 61 auf 64% der Bilanzsumme von 714 (682) Mio. Franken.
Für das laufende Jahr wird ein Ergebnis erwartet, das im Rahmen des Vorjahres liege.
swissinfo und Agenturen
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