Nationalbank schreibt rote Zahlen
Grosse Wechselkursverluste haben der Schweizerischen Nationalbank (SNB) 2008 einen Verlust von 4,7 Mrd. Franken beschert. Im Vorjahr hatte die SNB dank des hohen Goldpreises noch einen Gewinn von 8 Mrd. Franken erwirtschaftet.
Allein das britische Pfund verlor gegenüber dem Franken um über 30%, wie die SNB am Mittwoch erklärte. Der Verlust aus Fremdwährungsanlagen betrug demnach 4,4 Mrd. Franken, verglichen mit einem Gewinn von 1,3 Mrd. Franken im Vorjahr.
Beim Gold verbuchte die SNB einen Bewertungsverlust von 0,7 Mrd. Franken. Die SNB hält derzeit 1040 Tonnen Gold, nachdem der im Juni 2007 angekündigte Verkauf von 250 Tonnen abgeschlossen worden war.
Die Übernahme der faulen und illiquiden Vermögenswerte der UBS sei aufgrund von Verlustabsicherungen erfolgsneutral erfolgt, teilte die SNB weiter mit. Im Dezember hatte die SNB eine erste Tranche von UBS-Papieren im Umfang von 16,4 Mrd. Dollar übernommen. Darauf ergaben sich Wertberichtigungen von 996 Mio. Dollar.
Trotz des Milliarden-Verlusts schüttet die SNB auch für 2008 ingesmat 2,5 Mrd. Franken an Bund und Kantone aus.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch