Neue Strategie für die Landesversorgung
Die wirtschaftliche Landesversorgung wird neu ausgerichtet. Die Organisation wird umstrukturiert und personell gestrafft. Zudem soll sie sich auf die zentralen Grundversorgungs-Bereiche Ernährung, Energie und Medizin konzentrieren.
Der neue Delegierte Kurt Streiff hat dem Milizkader an einer Tagung seine Pläne zur strategischen Neuausrichtung der wirtschaftlichen Landesversorgung vorgestellt. Anstelle der bisherigen umfassenden Vorsorge wird eine Ausrichtung auf kurz- und mittelfristige Mangel-Lagen angestrebt.
Zweiteilung des Versorgungs-Auftrages
Die neue Strategie führt zu einer Zweiteilung des Versorgungs-Auftrages. Konkret ist vorgesehen, die Landesversorgung auf die drei Grundversorgungs-Bereiche Ernährung, Energie und Medizin zu konzentrieren. Um in einer Krise rasch reagieren zu können, wird auf diesen Gebieten ein möglichst hoher Vorbereitungsstand angestrebt.
In den unterstützenden Versorgungs-Bereichen wie Transporte und Logistik, industrielle Produktion, Arbeitskräfte und Informations- und Kommunikations-Infrastruktur soll der Vorbereitungsgrad nur gerade so weit vorangetrieben werden, dass Bewirtschaftungs-Massnahmen bei Bedarf sukzessive auf Grund von Planungsgrundlagen umgesetzt werden können. Dabei wird in erster Linie an die Eigenverantwortung der Wirtschaft appelliert.
Materielle Vorkehrungen werden nur noch ausnahmsweise in besonders sensiblen Bereichen getroffen.
Weniger Milizmitarbeiter
Die Landesversorgung beschäftigt beim Bund 34 Personen. Hinzu kommen etwa 400 Milizmitarbeiter. Der stellvertretende Direktor, Jean-Marc Pasche, geht davon aus, dass vor allem die Milizorganisation von der Restrukturierung betroffen sein wird. Es sei denkbar, dass etwa die Hälfte der Milizmitarbeiter wegfallen werde. Das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung habe innerhalb der letzten fünf Jahre bereits einen Viertel der Stellen abgebaut.
swissinfo und Agenturen
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