Rinderwahnsinn: Bundesamt für Tiermehl-Verbot
Nach dem Auftreten der jüngsten BSE-Fälle in der Schweiz soll die Verwendung von Tiermehl generell verboten werden. Das Bundesamt für Veterinärwesen hofft, damit die letzten Lücken im Kampf gegen BSE zu schliessen.
Das Bundesamt für Veterinärwesen schlägt dem Bundesrat ein Verbot für die Verwendung von Tiermehlen sowie einiger Fettarten in Futtermitteln vor. Zusätzliche Massnahmen zum Schutz der Konsumierenden drängen sich laut dem Bundesamt nicht auf. Wann die neuen Vorschriften eingeführt werden, ist noch offen. Noch dieses Jahr soll aber die revidierte Verordnung dem Bundesrat vorliegen.
Die Bauern-Organisationen stehen hinter dem Vorschlag des Bundesamtes. Die Bauern dürften aber nicht die Leidtragenden dieser neuen Massnahme sein, sagte Heiri Bucher vom Bauernverband. Besonders bei der Kostenfrage müsse eine Lösung gefunden werden. Ein Tiermehl-Verbot dürfte Mehrkosten in Millionenhöhe zur Folge haben.
Anlass für den Vorschlag sind zwei BSE-Fälle bei Kühen, die nach den im Mai 1996 verschärften Vorschriften für Futtermittel geboren wurden.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch