Schienen-Netz: Nur 61 Prozent gelten als sicher
Die Sicherheit bei Gefahren-Transporten per Bahn soll in der Schweiz verbessert werden. Der Bund wird möglichst rasch strengere Richtlinien einführen.
Die strengeren Richtlinien zur Umsetzung der Störfallverordnung wurden vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) erarbeitet. Claudine Godat Saladin, Sprecherin des Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK), bestätigte einen entsprechenden Bericht des «SonntagsBlick».
Laut einer Analyse des Bundesamtes für Verkehr (BAV) und der SBB liegen 61 Prozent des Normalspur-Bahnnetzes im akzeptablen Risikobereich. 34 Prozent des Schienennetzes gelten als problematisch, für sie müssen Massnahmen geprüft werden. Fünf Prozent haben ein inakzeptabel hohes Risiko; Massnahmen sind da sicher nötig.
Rasche Lösung angestrebt
Verkehrsminister Moritz Leuenberger habe das Dossier persönlich in die Hand genommen, sagte die UVEK-Sprecherin. Er habe auf eine möglichst rasche Lösung gepocht. Wie die Sicherheit erhöht werden kann, sollen Gespräche zwischen BUWAL, BAV, Bahnen und Chemiefirmen zeigen. Über die erarbeiteten Richtlinien muss danach der Bundesrat entscheiden.
Das geplante Massnahmenpaket reicht von Sonderfahrten für Chlortransporte, verbesserten Kesselwagen, kleineren Behältern über Geschwindigkeits-Begrenzung bis Entgleisungs-Detektoren. Auch eine alternative Routenwahl sowie der Bau von zusätzlichen Tunnelröhren werden in Betracht gezogen.
swissinfo und Agenturen
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