Schweizer Ertragsbilanz-Überschuss gestiegen
Der Ertragsbilanz-Überschuss in der Schweiz ist im letzten Jahr um 7,4 auf 52,4 Mrd. Franken gestiegen. Die Handelsbilanz schloss mit einem Defizit von 2,1 Mrd. Franken, wie die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Montag (02.04.) mitteilte.
Die Zunahme der Ertragsbilanz ist vor allem auf höhere Nettokapital-Erträge und auf die Zunahme des Aktivsaldos der Dienstleistungsbilanz zurückzuführen.
Der Aktivsaldo der Dienstleistungsbilanz lag im Gesamtjahr 2000 mit 22,6 Mrd. Franken um 2,8 Mrd. Franken über dem Vorjahresniveau. Der Überschuss der Arbeits- und Kapitaleinkommensbilanz nahm um 8,3 Mrd. auf 40,1 Mrd. Franken zu.
Der starke Anstieg des Überschusses bei den Kapitaleinkommen sei vor allem auf höhere Nettoerträge aus Direktinvestitionen zurückzuführen, stellt die SNB fest. Der Passivsaldo der laufenden Übertragungen ging um 0,7 Mrd. auf 5,5 Mrd. Franken zurück.
Viertes Quartal 2000
Im vierten Quartal 2000 hatte sich der Ertragsbilanz-Überschuss gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,9 Mrd. auf 12,6 Mrd. Franken erhöht. Das Handelsbilanzdefizit wuchs um 0,9 Mrd. Franken. In der Vorjahresperiode hatte noch ein Überschuss von 1,3 Mrd. Franken resultiert.
Die nominellen Güterexporte nahmen um 6,1 Prozent zu, während die Güterimporte doppelt so stark anstiegen (+13,3 Prozent). In der Dienstleistungsbilanz resultierte ein Aktivsaldo von 5,4 (Vorjahresquartal: 5) Mrd. Franken.
Der Ausgaben-Überschuss bei den Arbeitseinkommen nahm infolge der Zunahme der Lohnzahlungen an die ausländischen Grenzgänger um 0,2 Mrd. auf 1,8 Mrd. Franken zu, wie es weiter hiess. Der Aktivsaldo der Kapitalertragsbilanz betrug im vierten Quartal 12,1 (9,5) Mrd. Franken. Das Defizit der Übertragungsbilanz lag mit 1,4 Mrd. Fr. leicht über dem Vorjahresniveau.
swissinfo und Agenturen
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