Schweizer Obligationenbörse unter Druck
Nach der Zins-Senkung der US-Notenbank und unter dem Eindruck der weltweit fester notierenden Aktienmärkten hat der Schweizer Obligationen-Markt hat am Mittwoch (18.04.) deutlich an Boden verloren.
«Wir haben jetzt einen umgekehrten Trend», beschrieb ein Händler die Situation: Die Anleger zögen Kapital aus den Bondmärkten ab, um in Aktien zu investieren.
Händler erwarten auch in den kommenden Tagen weiter fallende Kurse bei den Bonds. Vor allem dürfte der kurz vor Börsenschluss angekündigte Zinsschritt auch noch am Donnerstag negative Auswirkungen zeigen, hiess es.
Der Juni-Conf-Future schloss 62 Basispunkte tiefer bei 121,55 Prozent. Es wurden 3390 Kontrakte gehandelt. Auch der deutsche Bund wurde um rund 40 Punkte tiefer indiziert. Der von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) berechnete zehnjährige Kassa-Zinssatz stieg auf 3,46 (Donnerstag 3,38) Prozent. Die Umsätze seien insgesamt recht hoch gewesen. Inbesondere Eidgenossen seien bereits am Morgen stärker gehandelt worden, sagte ein Händler.
Neben dem positiven Trend an den Aktienmärkten hätte auch die Enttäuschung über den ausgebliebenen Zinssenkung der Europäischen Zentralbank in der vergangenen Woche zu anhaltenden Kursverlusten am Obligationenmarkt geführt, hiess es weiter.
Zudem habe ganz zum Schluss der Zinsentscheid der US-Notenbank noch die Volumen im Conf aufblähen lassen und zu Kursverlusten geführt.
swissinfo und Agenturen
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