Seco: Keine Korrektur der Wirtschafts-Prognosen
Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) erwartet keine negativen Folgen der Terroranschläge in den USA auf die Weltwirtschaft und auf die Konjunktur in der Schweiz.
Seco-Chef-Ökonom Aymo Brunetti sagte am Mittwoch vor den Medien in Bern, eine Korrektur der Wirtschafts-Prognosen für die Schweiz dränge sich vorerst nicht auf.
Das seco rechnet für das laufende Jahr mit einer Zunahme des realen Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,8 Prozent und für nächstes Jahr mit einem Wachstum vom 2 Prozent.
Dies sei kein Zweckoptimismus, sondern beruhe auf den unveränderten mittelfristigen Rahmenbedingungen und der raschen Reaktion der wirtschaftspolitischen Instanzen zur Begrenzung der Folgen der Terroranschläge, fügte Brunetti hinzu.
Im Falle der Schweiz verwies er namentlich auf den ausserordentlich starken privaten Konsum sowie auf die Bereitschaft der Nationalbank, eine isolierte Aufwertung des Frankenkurses zu bekämpfen.
Vorbehalt¶
Die Prognose ist mit dem Vorbehalt versehen, dass es nicht zu kriegerischen Ereignissen kommt. Selbst im Falle von kriegerischen Ereignissen sei die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in der Schweiz «sehr, sehr klein», sagte Brunetti.
Zu den von der Nationalbank am vergangenen Montag irrtümlich vorab veröffentlichten BIP-Zahlen für das zweite Quartal räumte der seco-Chef-Ökonom ein, dass das Wachstum weniger ausgeglichen gewesen sei als in den Vorquartalen und stark auf dem privaten Konsum beruhe.
swissinfo und Agenturen
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