SIG bereitet Konjunktur-Einbruch vor
Der Schweizer Verpackungskonzern SIG "rüstet" sich im Hinblick auf eine schwächre Konjunktur. Im Rahmen der bereits angekündigten Restrukturierungen werden weltweit insgesamt rund 500 Stellen abgebaut. Die Gruppe rechnet mit rund 250 Entlassungen. Die Schweiz bleibt verschont.
Die seit Jahresbeginn eingeleiteten Massnahmen beträfen den gesamten Konzern, hielt eine SIG-Sprecherin fest. Die Anzahl Stellen, die verloren gehen, sei das Produkt von Einzel-Entscheiden aller SIG-Bereiche. Die Massnahmen seien im Einzelnen grösstenteils bereits bekannt gegeben worden, sagte eine Sprecherin der SIG.
Im Rahmen des im Mai 2001 abgeschlossenen Management Buy Outs bei der SIG Pack Sapal in Ecublens VD verliessen rund 50 Personen den SIG-Konzern. In Beringen im Kanton Schaffhausen besetze die SIG Pack von 70 offenen Stellen nur noch 20.
Keine Entlassungen in der Schweiz
Der Hauptteil des Stellenabbaus betrifft nach Angaben der Sprecherin jedoch Werke in den USA und Deutschland. Dort rechne die SIG mit gegen 250 Entlassungen. In der Schweiz würden keine Entlassungen erwartet.
Wie Firmenchef Roman Boutellier in einem am Montag (30.07.) veröffentlichten Bericht des Finanzportals «Moneycab», bekannt gab, hat die SIG vor allem im Investitions-Güterbereich mit SIG Plastics, SIG Pack und SIG Simonazzi den Konjunktur-Abschwung zu spüren bekommen.
Der Umsatz im Investitions-Gütersektor liege denn auch stark unter dem Budgetkurs. Die angestrebte Umsatzsteigerung des Konzerns für 2001 sei nur dank Akquisitionen möglich.
swissinfo und Agenturen
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