Sihl mit 22,4 Mio. Franken Verlust
Der seit Jahren finanziell angeschlagene Spezialpapier-Hersteller Sihl ist im vergangenen Geschäftsjahr wieder in die roten Zahlen abgerutscht. Der Reinverlust beträgt 22,4 Mio. Franken.
Im Vorjahr hatte die Gruppe noch einen Gewinn von 1,4 Mio. Franken ausgewiesen. Und Anfangs Februar rechnete Sihl fürs Jahr 2000 mit einem Reinverlust von 28 Mio. Franken. Der Umsatz im Kerngeschäft sei um 3,2 Prozent auf 245 Mio. Franken gestiegen, hiess es am Donnerstag (05.04.) in einem Communiqué des Konzerns.
Inzwischen hat Sihl ein Sanierungspaket geschnürt: Es handelt sich um einen Kapitalschnitt, einen Forderungsverzicht der Banken und um eine Kapitalerhöhung.
Die nach wie vor hohe Schuldenlast, die hohen Kosten im Rahmen der strategischen Neuausrichtung sowie die Verluste aus dem vergangenen Geschäftsjahr könnten vom heutigen Kerngeschäft nicht getragen werden, so die Eigen-Analyse.
Das Massnahmenpaket zur Finanzierung der Bilanz bedeute nicht, dass Sihl den Turnaround geschafft habe, hält die Gruppe weiter fest. Sihl erwartet für das laufende Geschäftsjahr eine Umsatzsteigerung.
Swissinfo und Agenturen
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