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Sondermülldeponie Bonfol: Sanierung steht

Unter dem grünen Deckel in Bonfol liegt zum Teil gefährlicher Chemiemüll. Die Sanierung wird Jahre dauern. Schweiz Tourismus

Die Jurassische Regierung und die Basler Chemische Industrie (BCI) haben am Dienstag (17.10.) eine Konvention über die Totalsanierung der Sondermüll-Deponie Bonfol unterzeichnet. Der Kanton wacht, die Chemie bezahlt.

Die Chemiemülldeponie im jurassischen Bonfol wurde von 1961 bis 1976 betrieben. Vor allem die Basler Chemische Industrie, (ein Interessenverband der in Basel ansässigen Chemiefirmen), lagerte dort über 110’000 Tonnen Abfall aus der Chemieproduktion. Die jurassische Regierung – aber auch die Umwelt-Organisationen in der Schweiz – forderten eine Sanierung der «Zeitbombe», wie Bonfol auch etwa genannt wurde.

Als dann am 30. Juni 2000 dem in Risch am Zugersee ansässigen Novartis-Chef Daniel Vasella, von Greenpeace ein Fass mit Giftmüll aus Bonfol in den Garten gestellt, hatte der Protest einen Höhepunkt erreicht.

«Ich freue mich, dass unsere zu Beginn dieses Jahres gestartete Offensive den Weg zu einer partnerschaftlichen Lösung geebnet hat», sagte der Jurassische Regierungspräsident Pierre Kohler an einer Orientierung nach der Unterzeichnung der Sanierungs-Konvention.

Unter der Oberaufsicht des Kantons Jura werde die BCI die operative Verantwortung und die Finanzierung der Bonfol-Sanierung übernehmen.

So schnell wie möglich

Die definitive Sanierung soll unter Berücksichtigung der technischen, ökologischen und politischen Bedingungen so schnell wie möglich durchgeführt werden.

BCI-Delegierte Franziska Ritter sagte, der erste Schritt dazu sei die im vergangenen August in Auftrag gegebene Variantenstudie.

swissinfo und Agenturen

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