Starker Franken drückt Roche nach unten
Der Schweizer Pharma- und Diagnostikkonzern Roche hat im letzten Jahr einen Gewinn von knapp 11 Mrd. Franken erzielt, das sind fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Auch der Umsatz von gut 45 Mrd. Franken lag unter den Erwartungen.
Grund für den Dämpfer sind ausser einem starken Franken der Absatzeinbruch beim Grippemittel Tamiflu sowie ein geringerer Finanzertrag. Die Börse reagierte mit einem Taucher, die Roche-Papiere verloren vorübergehend fast zehn Prozent.
Die Pharma-Sparte zog dank anhaltend starker Nachfrage nach Krebsmedikamenten wie Mabthera oder Avastin um drei Prozent auf knapp 36 Mrd. Franken an.
Für das laufende Jahr stellt Roche für beide Divisionen Pharma und Diagnostics ein über dem Markt liegendes Verkaufswachstum im mittleren einstelligen Bereich in Aussicht. Die Dividende soll auf fünf Franken je Genussschein und Inhaberaktie angehoben werden von 4,60 Franken im Vorjahr.
Roche-Verwaltungsratspräsident Franz Humer hat nach der Abgabe der Konzernchef-Funktion im letzten Jahr 15,2 Mio. Franken verdient. Für 2007 hatte Humer noch 21,6 Millionen Franken kassiert.
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