Swiss im Tiefflug in die Zukunft
Die Swiss rechnet angesichts der weltweiten Rezession nicht mit einer schellen Erholung im Passagier- und Frachtgeschäft. Die Lufthansa-Tochter kündigte jüngst eine Reduktion des Flugverkehrs um 6% an.
Bei der Frachttochter Cargo habe sich die Nachfrage auf niedriger Basis stabilisiert, so dass eine deutliche Erholung in diesem Jahr unwahrscheinlich sei, sagte der Swiss-Chef Christoph Franz am Sonntag am Rande eines Treffens in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur der Nachrichtenagentur Reuters.
Gleiches gelte für Buchungen in der First und Business Class, sagte Franz. «Wir erwarten in den nächsten Monaten keine Wunder.»
Trotz der schwachen Nachfrage werde die Fluggesellschaft die Bestellung neuer Maschinen nicht stornieren oder verschieben, sagte Franz. Alle Fluglinien leiden derzeit unter den Folgen der Wirtschaftskrise, da Unternehmen weniger Waren transportieren und Geschäftsreisen streichen.
Nun drohten zudem neue Belastungen durch den wieder anziehenden Ölpreis, warnte Franz. «Das ist ein grosses Risiko». Der Preis für ein Fass US-Leichtöl hatte am Freitag kurzzeitig die 70-Dollar-Marke geknackt und kostete damit so viel wie seit sieben Monaten nicht mehr.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch