Swisscom Systems: Umsatzeinbusse und Stellenabbau
Swisscom Systems wird bis Ende Jahr 131 der 1'765 Vollzeitstellen abbauen - durch normale Fluktuationen, ohne Entlassungen. Dieser Schritt sei Teil des im März 2000 angekündigten Abbaus von 3'000 Stellen, teilte das Unternehmen mit.
Swisscom Systems, der Provider für Kommunikations-Infrastruktur, habe im ersten Halbjahr 2001 eine beträchtliche Umsatzeinbusse hinnehmen müssen und sei weiter mit Schwierigkeiten konfrontiert, so die Verantwortlichen. Es zeichne sich auch keine Besserung ab. Wie hoch die Umsatzeinbusse genau war, wollte Swisscom-Sprecher Christian Neuhaus allerdings nicht sagen.
Laut Swisscom ist die Einbusse bei den Verkäufen von privaten Telefonzentralen auf eine rückgängige Investitions-Bereitschaft zurückzuführen, was unter anderem dem Warten auf neue Technologien zuzuschreiben sei. Zudem bringe der Technologiewandel zusätzliche Konkurrenz, teilte das Unternehmen weiter mit.
Zur Verbesserung der Auftragslage lancierte Swisscom Systems eine breit abgestützte Verkaufsaktion. Doch daneben seien Massnahmen zur Eindämmung der Kosten nötig, weshalb das Unternehmen Stellen abbaue.
Swisscom-Sozialplan
Die betroffenen Mitarbeiter hätten Anspruch auf den Sozialplan der Swisscom. Zudem würde die Mitwirkung der Gewerkschaften und Personalverbände gewährleistet, hiess es.
Von den 3’000 Stellen, die bis 2003 abgebaut werden, könne ein beträchtlicher Teil durch normale Fluktuationen eingespart werden. Auch von den jetzt 131 betroffenen Mitarbeitenden sollte niemand entlassen werden, gab die Swisscom bekannt.
Gewerkschaften kritisieren
Die beiden Gewerkschaften Kommunikation und Transfer haben den Abbau von 131 Stellen bei der Swisscom Systems heftig kritisiert. Angesichts prallvoller Konzernkassen hätte sich die Durststrecke überbrücken und ein Stellenverlust vermeiden lassen.
Ob die Swisscom ihr Ziel erreichen werde, mit der angestrebten Kostensenkung ihre Rentabilität zu verbessern, bleibe abzuwarten. Eine Studie bei über 3’500 Betrieben zeige, dass gerade dieses Ziel mit einem Stellenabbau oft nicht erreicht werde.
swissinfo und Agenturen
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