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TarMed: Einigung in letzter Minute

Die neue Version bringt Änderungen bei den Assistenzärzten. Keystone

Seit 15 Jahren wird in der Schweiz um einen einheitlichen Arzttarif gerungen. Einen Tag vor Ablauf der von Bundesrätin Ruth Dreifuss gesetzten Frist haben sich die Tarifpartner auf eine neue TarMed-Version geeinigt. Der neue Tarif soll ab nächstem Jahr gelten.

Allerdings wird der neue Tarif erst bei der Unfallversicherung angewandt. Ab Anfang 2003 soll auch in Spitälern nach TarMed Version 1.1 abgerechnet werden, sagte TarMed-Projektleiter Hermann Plüss auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.

Bundesrat muss noch Genehmigung erteilen

Wann die neue Tarifordnung auch bei der Krankenversicherung angewandt wird, ist noch offen. Plüss rechnet damit, dass dies kaum vor 2003 der Fall sein wird. TarMed Version 1.1 muss noch von den Gremien der Tarifpartner ratifiziert und anschliessend vom Bundesrat genehmigt werden.

Neu an der Version 1.1 ist laut Plüss, dass man operative Leistungen etwas gestärkt hat. Korrekturen hat es zudem bei den Assistenzärzten, den Psychiatern und den Pädiatern gegeben.

Die Einigung zwischen den TarMed-Tarifpartnern (Verbindung Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH), H+ Die Spitäler der Schweiz, Medizinaltarifkommission, Invalidenversicherung Militärversicherung und santésuisse) ist in letzter Minute zustande gekommen: Am Freitag läuft die Frist ab, die Bundesrätin Ruth Dreifuss den Parteien im Mai gesetzt hatte.

Widerstand der FMS

Das Parlament der FMH, die Ärztekammer, hatte seine Zustimmung zu TarMed Version 1.0 Anfang Mai vertagt und neue Verhandlungen gefordert. Dies war insbesondere auf den Widerstand der Vereinigung der invasiv und operativ tätigten Ärzteschaft (FMS) zurückzuführen. Auf die FMS-Forderungen habe man nicht eingehen können, sagte Plüss, sie hätten einen zu hohen Stundenansatz zur Folge gehabt.

Um einen einheitlichen Arzttarif wird seit rund 15 Jahren gerungen. Er soll die Arzttarife in der Krankenversicherung auf eine betriebswirtschaftliche Basis stellen. Arztleistungen wurden bislang von Kanton zu Kanton verschieden berechnet. Vergleiche waren praktisch nicht möglich. TarMed soll nach dem Willen des Bundesrats kostenneutral eingeführt werden.

swissinfo und Agenturen

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