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Teure Uhren verkaufen sich gut

Die Exporte besonders von Luxusuhren bescheren dem Schweizer Uhrenhandel Rekordwerte. Keystone

Die Schweizer Uhrenindustrie trotzt der weltweiten Konjunktur-Schwäche. Im ersten Halbjahr 2001 nahmen die Uhrenexporte gegenüber der Vorjahresperiode kräftig um 7,6% auf 5,1 Mrd. Franken zu. Für das ganze Jahr peilt die Branche neue Rekordwerte an.

Das deutliche Wachstum der Exporte habe trotz des Einbruchs auf dem amerikanischen Markt erzielt werden können, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Montag (6.8.) mit. Die USA blieben mit 769,9 Mio. Fr. (-5,3%) der wichtigste Markt.

Europa sorgt für Ausgleich

Auffallend stark entwickelten sich die Exporte in einzelne europäische Länder, aber auch in die Erdöl exportierenden Staaten. So legten die Ausfuhren nach Frankreich um 20,2% auf 341,6 Mio. Fr. zu. Das Nachbarland der Schweiz belegt damit Rang sechs.

Zweistellige Wachstumsraten verzeichneten ferner die Exporte nach Grossbritannien (+17,7%), Österreich (+18,6%) und Japan (+12,4%).

Zugpferde erlahmen etwas

In den traditionell starken Regionen Italien (+2,5%) und Deutschland (+4,1%) musste sich die Schweizer Uhrenindustrie dagegen mit unterdurchschnittlichen Wachstumsraten begnügen.

Insgesamt nahmen die Ausfuhren in die europäischen Märkte um 10,0 Prozent auf 1,9 Mrd. Franken zu. Stark zulegen konnten dabei namentlich die Länder Osteuropas. Der Rückgang in Nordamerika ist von der Zunahme in Lateinamerika nahezu wettgemacht worden.

Spendable OPEC-Staaten

Der hohe Ölpreis liess die Spendierfreude der Länder des Mittleren Ostens kräftig ansteigen. Die Exporte in diese Region nahmen um 27 Prozent auf 316,9 Mio. Franken zu. Die Vereinigten Arabischen Emirate stiegen zum zehnt-wichtigsten Exportland auf.

Asien lag mit +7,1% auf 1,74 Mrd. Franken im Durchschnitt. Platz zwei der Hitliste belegt nach wie vor Hongkong (+8,7%). Stabil bleiben die Ausfuhren nach Ozeanien (+0,6%), während sich Afrika dank den Maghreb-Staaten um 32,3% verbesserte.

Glänzende Bilanz bei Golduhren

Ein Blick auf die Produktkategorien zeigt, dass sich der Volumen-Schwund bei den exportierten Fertiguhren weiter verstärkt hat. Der Rückgang betrug 12,5% auf 12,7 Mio. Einheiten. Wertmässig legten sie um 7,3% auf 4,55 Mrd. Franken zu.

Stark gefragt waren nach wie vor Golduhren (+18,1% in Stück und +35,0% im Wert). Auch Uhren aus Platin erfreuten sich grosser Beliebtheit. Eine Trendwende gab es dagegen bei den Stahluhren. Doch auch die Exporte von Plastik- und Aluminium-Uhren waren rückläufig.

Positiver Ausblick

Für das ganze laufende Jahr ist die Branche zuversichtlich. Die rekordhohen Uhrenexporte von 10,3 Mrd. Fr. im Jahr 2000 dürften nochmals übertroffen werden. Der Zuwachs dürfte rund 2 %t betragen.

swissinfo und Agenturen

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