UBS verfügt Reiseverbot für Vermögensverwalter
Die Schweizer Grossbank UBS verbietet ihren Vermögensverwaltern, ins Ausland zu reisen. Über 1000 Anlageberater dürfen seit vergangenem Mittwoch Kunden aus dem Ausland nur noch per Telefon oder E-Mail betreuen.
Falls ein Kunde ein persönliches Gespräch wünscht, muss er in die Schweiz reisen. «Im grenzüberschreitenden Vermögensverwaltungsgeschäft sind Geschäftsreisen von Mitarbeitenden mit Kundenkontakt eingestellt», bestätigte UBS-Sprecherin Eveline Müller einen Bericht des SonntagsBlick.
Die UBS führe eine umfassende Überprüfung der Richtlinien und Verhaltensregeln im Zusammenhang mit dem internationalen Vermögensverwaltungsgeschäft durch. Das könne Monate dauern. So lange bleibe der Reisestopp in Kraft.
Die Überprüfung sei durch eine Untersuchung der Finanzmarktaufsicht (Finma) ausgelöst worden. Die Finma habe die Bank angewiesen, «Rechts- und Reputationsrisiken» im Auge zu behalten. Die Massnahme werde die Zusammenarbeit mit den Kunden erschweren, teilte die UBS weiter mit.
Im April 2008 war der UBS-Topmanager Martin Liechti während einer Geschäftsreise im Flughafen von Miami festgenommen worden. Der damalige Chef des UBS-Vermögensverwaltungsgeschäfts in den USA durfte wegen der Steueraffäre der Grossbank das Land mehrere Monate nicht verlassen.
swissinfo und Agenturen
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