Überraschend höheres Wirtschaftswachstum
Obwohl die Finanzkrise 2008 die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Schweiz massiv belastet hat, legte das Bruttoinlandprodukt (BIP) um 1,8% zu. Ins Gewicht fiel der schrumpfende Zuwachs der Vermögenswerte aus dem Ausland.
Die Schweizerische Wirtschaftsleistung ist letztes Jahr stärker angewachsen als Ökonomen bisher angenommen hatten. Dies zeigen die Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) aufgrund erster Schätzungen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Frühere Schätzungen lagen bei 1,6 %.
Trotz des gegen die Erwartungen starken Wachstums ihres BIP erlitt das Land einen massiven Rückgang seines Bruttoinland-Einkommens (BNE), das um 4,7% sank, seit 1990 erstmals wieder auf ein Niveau unterhalb des BIP. Darin spielgelt sich laut BFS die Finanzkrise.
So verringerte sich der Saldo der Bilanz der Arbeits- und Kapitaleinkommen mit dem Ausland im Jahr 2008 um 45 Mrd. Franken und die Bilanz wies ein Defizit von 36,6 Mrd. Franken aus.
Dagegen erhöhten sich die Konsumausgaben der privaten Haushalte und der Organisationen ohne Erwerbszweck, die rund 65% des BIP ausmachen, um 1,7% zu den Preisen des Vorjahres.
Inzwischen signalisiert das Konjunkturbarometer der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) das bevorstehende Ende der Rezession. Es stieg im August gegenüber Juli um 0,81 Punkte auf minus 0,04 Zähler.
swissinfo.ch und Agenturen
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